Aussichten

Im Laufe ihres rund 170 jährigen Bestehens (Planung ab 1837) hat sich das Erscheinungsbild der Wilhelma immer wieder stark verändert. Gründe waren etwa die Zerstörungen durch Kriege, aber vor allem auch ein Wandel in ihrer Funktion. Zu Beginn war sie ein Kleinod des König I. von Württemberg. Heute ist sie eine Freizeiteinrichtung mit rund 2 Millionen Besuchern im Jahr. Vor allem der Ausbau nach dem zweiten Weltkrieg zum zoologisch-botanischen Garten erfordert seit dem eine ständige Veränderung und Modernisierung im Bereich der Tierhaltung.

Die wichtigsten Projekte:

Umbau des Haupteingangs

In den Stoßzeiten kommen bis zu 15.000 Besucher pro Tag in die Wilhelma. Um für diesen Besucheransturm noch besser gerüstet zu sein, wurde der Bereich des Haupteingangs umgebaut. Zwei zusätzliche personalbesetzte Kassen für Stoßzeiten sowie weitere Kassenautomaten stehen nach Fertigstellung zur Verfügung. Ziel ist es, die Wartezeiten noch mehr zu verringern und die Qualität des Besucherservices weiter zu steigern. Im Zusammenhang mit dieser Umbaumaßnahme entstand ein großzügiger Wilhelmashop.

Bau einer neuen Anlage für afrikanische Menschenaffen

Das gegenwärtige Menschenaffenhaus besteht seit 1973. Zu der Zeit entsprach es den neuesten Erkenntnissen zu Haltungskriterien für Menschenaffen. Die Wilhelma beherbergt dort alle vier Arten von Menschenaffen: die „Afrikaner“ die Bonobos, die Schimpansen und die Gorillas als auch den einzigen „Asiaten“, die Orang-Utans.
Das Haus entspricht heute jedoch nicht mehr den Ansprüchen, die europäische Zooexperten als auch Besucher intuitiv an ein solches Gehege richten. Oft wird die sterile „Badezimmerarchitektur“ des Hauses von Besuchern kritisiert.
Im Jahr 2006 hat die Wilhelma einen Architektenwettbewerb ausgelobt. Im Januar 2007 ist er entschieden worden. Das Architekturbüro Hascher und Jehle wird ein neues Menschenaffenhaus an neuer Stelle im Park planen und bauen.
Der Förderverein der Wilhelma wird die Hälfe der veranschlagten Baukosten übernehmen.

Prognostizierte Kosten: 14,5 Mio. Euro
Baubeginn:  2010

 

Außerdem geplant ist ein neues Wilhelmaschulgebäude für Unterricht und Vorträge.