Maurischer Festsaal

Das schönste und größte Gebäude der Wilhelma war der Maurische Festsaal, der 1851 als Ort für königliche Feiern, Empfänge und Bälle erbaut wurde. Maurisches Landhaus und Maurischer Festsaal waren durch den Maurischen Garten voneinander getrennt und über den Wandelgang miteinander verbunden.

Eines der Höhepunkte gesellschaftlicher Art waren die Stuttgarter Kaisertage im September 1853. König Wilhelm I. hatte Zar Alexander II. und den französischen Kaiser Napoleon III. zu einem Versöhnungstreffen in die Wilhelma eingeladen. Im Kriegsjahr 1944 wurde der Maurische Festsaal durch Bombenangriffe stark zerstört. 1961 wurde er nach durchaus kontroversen Erwägungen abgetragen. Heute steht an seiner Stelle das Aquarium mit der Krokodilhalle.

Ein kleiner Teil der Originalfassade ist erhalten geblieben. Es ist die Mauer an der Seite des Aquariums, die zum Seerosenteich zeigt. Hinter dieser Originalmauer liegt im ersten Stock ein kleiner Seminarraum, von dem man einen herrlichen Blick auf den Maurischen Garten hat. Der Raum kann für Tagungen gemietet werden.