Maurisches Landhaus

Das Maurische Landhaus wurde 1846 von Karl-Ludwig von Zanth als Badhaus geplant, dann aber als Wohngebäude mit Gewächshaus gebaut. Es sollte zuerst ein Badhaus werden, weil im angrenzenden Rosensteinpark Mineralquellen gefunden worden waren.

Heute wird das Maurische Landhaus der Wilhelma als Gewächshaus, welches fünf  Einzelräume und ein Nachttierhaus (derzeit geschlossen) umfasst, genutzt. Das Bauwerk wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs 1971 wiederhergestellt und im Jahr 2002 restauriert.

Der Begriff „Maurisches Landhaus“ beschreibt im Sprachgebrauch der Wilhelma zwei verschiedene Dinge: zum einen das gesamte Bauwerk, zum anderen nur den Mittelteil des Bauwerks. Im letzteren Sinne ist damit ein konkretes Haus innerhalb der botanischen Abteilung gemeint. Schon zu Zeiten Wilhelms I. war der zentrale Wohntrakt beidseitig von Gewächshäusern eingerahmt. Die Gewächshäuser, die jeweils in einem Glaskuppelbau enden, bestehen aus beeindruckenden Glas-Eisen-Konstruktionen.

Botanisch gesehen beherbergt der gesamte Bau fünf in sich abgeschlossene Pflanzenhäuser. In jedem sind Pflanzen ausgestellt, die zu einem übergeordneten Thema gehören. Vom nördlichen Eingang kommend gelangt man zuerst in das Kakteenkuppelhaus, dann in den Raum mit den tropischen Nutzpflanzen, danach im Zentrum in das Maurische Landhaus (hier ist nur das Mittelstück des gesamten Gebäudes gemeint), wo die berühmte Titanenwurz steht. Daran schließt sich das Glashaus mit den tropischen Farnen an und im letzten Raum, dem Glaskuppelhaus, stehen Baumfarne.

Die fünf Pflanzenhäuser beherbergen insgesamt über 1000 tropische und subtropische Pflanzen in mehr als 350 Arten.

Im Zentrum des Maurischen Landhauses sind außerdem einige Vögel untergebracht. Die Nachttierabteilung ist dagegen derzeit zur Sanierung geschlossen. Über die obere Galerie stieg man eine schmale Treppe hinunter um das Reich der Dunkelheit zu erreichen.