Tour - Wilhelma für Aquarianer

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Wegpunkt 1: Nordsee/Atlantik

Fünf Schaubecken mit je 2000 Litern Inhalt zeigen, dass Nordsee und Atlantik durchaus attraktives Leben beinhalten: Ein riesiger Hummer, Seewölfe, Steinbutte, Knurrhähne, Schollen, Aalmuttern, Katzenhaie, Dorsche, Miesmuscheln, Seedahlien und viele mehr bevölkern die ständig auf 14°C gekühlten Aquarien. Wie aus einem Ei ein Hai wird, kann hier beobachtet werden, und Kinder sehen, dass Fischstäbchen auch mal Flossen hatten.

Wegpunkt 2: Heimisches Süßwasser

Vom klaren Schwarzwaldbach bis zum Karpfenteich werden hier verschiedene Wasserregionen mit der dazugehörigen Fischfauna präsentiert. Vor allem kleinere Fischarten wie Schneider, Groppe, Strömer, Elritze und andere finden sich seit Jahren auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten – die Zerstörung ihrer Lebensräume macht diesen wichtigen Gliedern der Nahrungskette den Garaus. In dieser Abteilung werden mit den nordamerikanischen Knochenhechten und osteuropäischen Stören auch sehr altertümliche Fischtypen gezeigt.

Wegpunkt 3: Mittelmeer

Das beliebteste Urlaubsmeer der Deutschen. Die Bewohner des Mittelmeeres sind aber meist nur vom Grill bekannt. In 13 Aquarien wird gezeigt, dass das Mittelmeer außer Wasser, Öl und Algen auch noch etwas anderes zu bieten hat: Vom kleinen Schleimfisch bis zum riesigen Zackenbarsch, von der Languste bis zum Octopus, von Quallen über Anemonen und Korallen... auf wenigen Metern werden die Schätze des Mittelmeeres vor den Besuchern ausgebreitet. Dies ist ein idealer Platz also nicht nur zum Studium und zur Erbauung, man kann sich hier auch auf den nächsten Urlaub vorbereiten!

Wegpunkt 4: Das Terrarium

Nach dem Rundumbecken mit den Bewohnern des gemäßigten Ostpazifik (Leopardenhaie, Brandungsbarsche, Garibaldi und Hornhaie) erreichen die Besucher das Terrarium: Es verbindet die temperierten Abteilungen des Aquariums mit den tropischen Abteilungen. Möglich, dass den Fischfreund die verschiedenen Frösche, Echsen, Schildkröten und Schlangen überhaupt nicht interessieren, auch wenn sie noch so bizarr, giftig oder selten sind, aber vielleicht wirft man zumindest einen Blick auf die Leistenkrokodile und die Schlangenhalsschildkröten, denn die fressen hauptsächlich Fisch!

Wegpunkt 5: Tropisches Süßwasser

Viele der hier vorgestellten Arten sind Besuchern mit eigenem Aquarium sicher wohlbekannt. Einige der kleinen bunten Flossenträger gehören seit Jahrzehnten zum Standardsortiment der Aquaristik. Aber auch Großes und Absonderliches aus der Vielzahl der tropischen Süßwassersysteme ist hier zu finden: Seien es die großen Haiwelse und die Riesenguramis aus Asien, der elektrische Aal, Piranhas und Diskusfische aus Südamerika, Tapirfische, Flösselhechte und Buntbarsche aus Afrika, Lungenfische aus Australien und vieles mehr! Die Liebhaber großer südamerikanischer Fische müssen sich noch etwas gedulden, bis der Amazonas erreicht ist (Wegpunkt 7).

Wegpunkt 6: Tropisches Seewasser

Der Vielfalt der Unterwasserwelt tropischer Meere kann kein Aquarium der Welt wirklich gerecht werden. Ob der Versuch gelungen ist, den Besuchern die Schönheit und Vielfalt dieses Lebensraums anhand einiger Beispiele nahe zu bringen, mag jeder für sich entscheiden.

In der Abteilung tropisches Seewasser wuselt jedenfalls eine große Zahl sehr farbenprächtiger Fische teils allein, teils im Schwarm und teils mit ihren Symbiosepartnern durch ihre mit Algen, Korallen und sonstigen wirbellosen Tieren so naturnah wie möglich eingerichteten Unterwasserwelten. Gewöhnlicher Clownsfisch oder giftiger Steinfisch, bizarres Seepferdchen oder Fetzenfisch, Kugelfisch oder Nashornfisch, Zackenbarsch oder Drückerfisch - es wird wohl jeder seinen speziellen Liebling finden!

Wegpunkt 7: Der Amazonas

Der Besuch des Amazonas mit seiner Fischwelt ist auch in der Wilhelma mit einer kleinen Reise verbunden:

Vom Ausgang des Aquariums aus müssen die Besucher an den Seelöwen, Basstölpeln und Königspelikanen (diese Tiere sind als begeisterte Fischfresser ja vielleicht auch für die Fischliebhaber interessant) vorbei zum Amazonienhaus, dort den Dschungelpfad entlang bis zur Scheibe am großen Fluss: Da ziehen sie in majestätischer Größe ruhig durch den Fluss, die Rotschwanzwelse, Gabelbärte, Pacus und die etwas kleineren farbenprächtigen Buntbarsche. Weder die Krötenkopfschildkröten noch die Breitschnauzenkaimane scheinen sie auch nur im Entferntesten zu beunruhigen. In 100 000 l Wasser dürfte es aber auch nicht allzu schwer sein, für jeden ein Plätzchen zu finden!

Nach diesem Blick in den Amazonas ist der Rundgang für Fischfreunde beendet – aber vielleicht bleibt der eine oder andere Besucher ja noch auf eine Portion Fischstäbchen in der Gaststätte.