Tour - Wilhelma nach Feierabend

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Wegpunkt 1: Die historischen Gewächshäuser

In den aneinander gereihten historischen Gewächshäusern werden den Besuchern auf engstem Raum die Wunderwerke der Pflanzenwelt präsentiert. Nach unterschiedlichen klimatischen Ansprüchen geordnet können unter anderem Kakteen, Bromelien, Orchideen und zahlreiche andere tropische und subtropische Pflanzen bewundert werden. Viele der tropischen Gewächse blühen und wuchern unabhängig von der Jahreszeit: Manch einen werden die Pflanzen vielleicht an den Urlaub erinnern. Dieses botanische Paradies lädt wirklich zum Träumen ein.

In einem weiteren Glashaus, genannt Wechselschauhaus, locken zu unterschiedlichen Jahreszeiten unterschiedliche Blütenhöhepunkte: im März/April die Hochblüte der Azaleen, im Sommer die Fuchsienblüte von Mai bis September und in den Wintermonaten bis Februar die Kamelien.

Gewächshäuser

Wegpunkt 2: Der Maurische Garten

Das Herz der historischen Wilhelma! Hier errichtete einst König Wilhelm I. von Württemberg seine schwäbische Alhambra. Die Hochblüte der Magnolien im größten Magnolienhain Europas nördlich der Alpen ist um Ostern herum. Im Sommer zeigen sich die alten Bäume dicht belaubt vor historischer Kulisse. Im Zentrum des Maurischen Gartens befindet sich der Seerosenteich. Er wird beheizt und bietet mit einer Wassertemperatur zwischen 25 und 30°C im Sommer optimale Bedingungen für tropische Seerosen: Dominierend sind die größten Seerosen der Welt, Victoria amazonica und Victoria cruziana, benannt nach der ehemaligen englischen Königin Victoria. Auf ihren riesigen Blättern können sie ein Gewicht von bis zu 70 kg tragen.
Am Teichrand blühen indischen Lotosblumen und zwischen den Seerosenblättern tummeln sich kleine Fische – hier wächst der Koi-Nachwuchs (japanische Zierkarpfen)der Wilhelma heran.

Wegpunkt 3: Das Schwingaffenhaus

Seile und Holzstreben simulieren im Außengehege die federnden Baumkronen der Wälder in Thailand, Malaysia und Indonesien: Hier können die Weißhandgibbons nach Herzenslust durchs Geäst schwingen, und auch für ihre bis zu 12 m weiten Riesensprünge ist genug Platz. Im Haus leben die Haubenlanguren aus Java, zarte Schlankaffen mit bezaubernden Beatlesfrisuren. Sie sind spezialisierte Blätterfresser, deren Ernährung im Zoo nicht einfach ist, denn auch im Winter muss Laub als Nahrung zur Verfügung stehen.

Wegpunkt 4: Das Menschenaffenhaus

Alle vier Arten von Menschenaffen sind hier in mehrere Generationen umfassenden Familienverbänden zu sehen: Bonobos, Schimpansen, Orang-Utans und Gorillas. Die nüchtern wirkende Einrichtung des Hauses berücksichtigt dabei sehr wohl die Bedürfnisse der Primaten: Beschäftigungs- und Rückzugsmöglichkeiten, über den ganzen Tag verteilte Fütterungen und das Leben in funktionierenden sozialen Gruppen sind die Hauptansprüche unserer nächsten Verwandten. Die Besucher sorgen für zusätzliche Unterhaltung: Stammgäste werden von den Affen auch wieder erkannt und entsprechend begrüßt.

Wegpunkt 5: Das Jungtieraufzuchthaus

Einer der Hauptanziehungspunkte für Jung und Alt. Hier leben Menschenaffenbabys aus verschiedenen europäischen Zoos, die dort von ihren Müttern nicht angenommen wurden. Hier wachsen sie sozusagen im Affenkindergarten auf, umsorgt von ihren menschlichen Pflegemüttern. Wenn sie mit etwa vier Jahren in die Flegeljahre kommen, werden sie über die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (siehe Punkt Naturschutz) für Menschenaffen in andere Zoos weitervermittelt. Da sie zusammen mit anderen Artgenossen aufgewachsen sind und die wichtigsten sozialen Spielregeln gelernt haben, lassen sie sich gut in Familiengruppen anderer Tiergärten integrieren.

Wegpunkt 6: Das Amazonienhaus

Als nächstes führt der Weg zum mit immensem technischen Aufwand errichteten Gebäude, dem Amazonienhaus. 2000 Pflanzen wie beispielsweise Mahagoni- und Florettseidenbaum, Palmen, Araceen, Bromelien, Orchideen, Mangroven, tropische Nutzpflanzen wie Maniok, Kakao und Bananen und viele mehr schaffen die Illusion, sich im amazonischen Bergregenwald zu befinden.

Wie in der Natur gibt auch der „Stuttgarter Regenwald“ seine Geheimnisse nicht auf den ersten Blick preis: Um Affen, Vögel, Reptilien und Amphibien zu entdecken, muss im Pflanzendickicht der Gehege schon genau hingeschaut werden. 25 Vogelarten fliegen frei im Haus und sind oft nur durch ihre Rufe zu orten. Eine riesige Scheibe erlaubt den Blick in die Unterwasserwelt des Amazonas: Kaimane, Schildkröten und Fische bevölkern die beiden miteinander verbundenen Bassins mit insgesamt 100 000l Wasser. Brillenträger aufgepasst: Hier bleibt kein Glas trocken! Bei Dschungelklima mit bis zu 28°C und 80% relativer Luftfeuchtigkeit kommen Mitteleuropäer ganz schön ins Schwitzen!

Wegpunkt 7: Das Insektarium

Dieses Gebäude mit seinen vielbeinigen Bewohnern entführt Sie ins Reich der Gliederfüßer. Insekten, Spinnen und Tausendfüßer sorgen bei vielen für leichtes Kribbeln im Nacken. Wer mag, kann hier viel über diese faszinierenden Tiere erfahren: Über ihre Vielfalt, ihre Sinnesleistungen und Anpassungen, über ihren Nutzen und Schaden für den Menschen und vieles mehr. Sympathieträger unter den sonst oft nicht so beliebten Insekten sind die Schmetterlinge. In der eigens für sie eingerichteten Halle können Sie den bunten Gauklern zuschauen und im Puppenkasten vielleicht sogar erleben, wie ein Falter schlüpft.

Wegpunkt 8: Das Wilhelma-Restaurant

Nicht nur Schwaben „schlotzen“ hier gerne noch ein „Viertele“ nach Feierabend. Bis 18.00 Uhr (im Winter bis 17 Uhr) wird hier fürs leibliche Wohl gesorgt. Auch wenn die Tierhäuser bereits geschlossen sind, kann man im Park noch eine Weile ausspannen und flanieren...