Afrikanische Huftiere

Mehr als jeder andere Kontinent weist Afrika eine unglaubliche Vielfalt an Klimazonen und Vegetationsformen auf. Das Spektrum reicht dabei von Wüsten und Halbwüsten über Gras- und Baumsavannen bis hin zum immergrünen tropischen Regenwald. Die Huftieranlagen stellen exemplarisch eine Reihe von speziell an diese Lebensräume angepassten Huftierarten vor. Der Besucher kann auf seinem Rundgang entlang der Freigehege die Unterschiede der verschiedenen Klima- und Pflanzenräume sehr gut anhand der Gehegebepflanzung und der jeweiligen Tierart erkennen. Jedes Tier hat Merkmale (Körperbau, Fellfärbung), die es speziell für seinen Lebensraum fit machen.

Die trockensten Lebensräume sind am oberen Ende der Anlagen an der Grenze zum Schaubauernhof dargestellt. Sie zeigen die Somali-Wildesel. Die in Äthiopien und Eritrea lebenden Tiere sind hervorragend an ihren halbtrockenen Lebensraum angepasst. Der Somali-Wildesel steht jedoch in freier Wildbahn unmittelbar vor der Ausrottung. Auf einer leicht ansteigenden Fläche sind die beeindruckenden Netzgiraffen aus Nordkenia zu sehen. Ihr Gehege können die Kleinen Kudus, eine Antilopenart, mitbenutzen oder sich in ihr eigenes Gehege dahinter zurückziehen. Die unteren Außengehege, die an das Café Belvedere grenzen, zeigen Tiere aus den niederschlagsreichsten Gegenden Afrikas. So kommt das Okapi, eine Urwaldgiraffe, nur in den Regenwäldern des Kongos vor und die Bongos, eine weitere Antilopenart, bevölkern dichten den Busch- und Bambusdschungel Afrikas.

Für Besucher zugänglich ist das Giraffenhaus, das trotz seines Namens auch andere Säugetiere und Vögel aus Afrika zeigt, etwa die Kurzohrrüsselspringer und den kostbaren Kongopfau. Außerhalb haben die possierlichen Erdmännchen ihr 2013 runderneuertes und erweitertes Zuhause um die Ecke der Giraffenanlage. Daneben finden sich die Grevy-Zebras mit den Säbelantilopen und den Dorcas-Gazellen auf der Savannen-Anlage.

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