Brillenpinguine entsprechen so gar nicht dem Klischee vom im ewigen Eis und Schnee lebenden Bewohner der Antarktis. In ihrer Heimat erleben sie ein eher mediterran-atlantisches Klima mit nicht zu heißen Sommern und kühlen, regenreichen Wintern. Mit unseren mitteleuropäischen Wetterbedingungen kommen sie in der Regel also gut zurecht. Obwohl die Wilhelma- Pinguine allesamt gebürtige Schwaben oder zumindest in anderen europäischen Zoos geschlüpft sind, folgt ihr Fortpflanzungrhythmus immer noch dem Lauf der Jahreszeiten in der südlichen Hemisphäre. Ihre Brutzeit beginnt im September / Oktober (also dann, wenn auf der Südhalbkugel der Frühling Einzug hält) und erstreckt sich über den gesamten Herbst und Winter. Brillenpinguine sind anspruchsvolle Fischfresser und erhalten zwei Mal täglich eine Mahlzeit aus fangfrisch gefrosteten und wieder aufgetauten Heringen. Die beim Auftauen unter fließendem Wasser ausgespülten Mineralsalze müssen den Vögeln in Form von in den Futterfischen versteckten Salztabletten wieder zugeführt werden. Um sicher zu stellen, dass jeder die ihm zugedachte Tablette erhält, werden die Pinguine früh darauf trainiert, ihren Fisch direkt aus der Hand des Pflegers entgegen zu nehmen.
| Deutscher Name | Brillenpinguin |
| Wissenschaftlicher Name |
Spheniscus demersus |
| Systematik |
Pinguine |
| Lebensraum |
Küsten und vorgelagerte Inseln |
| Verbreitung | Südafrika und Namibia |
| Nahrung |
kleinere Meeresfische |
| Fortpflanzung | 2 Eier, Brutzeit ca. 38 Tage |
| Sozialstruktur | enge Paarbindung zur Brutzeit, Koloniebrüter |
| Bestand | gefährdet, weniger als 10 000 Brutpaare , EEP |
| Standort in der Wilhelma | Pinguinanlage im Bereich der Freiflugvoliere |
| Besonderheit | individuell unterscheidbar am Punktmuster auf der Unterseite |