Futterküche

Der Begriff Futter-„Küche“ ist nicht allzu wörtlich zu nehmen – frisch gekocht wird hier kaum. Die Futterküche dient mit ihren Lager- und Kühlräumen vor allem als Verteilungsstation. Jeden Tag liefern die Mitarbeiter der Futterküche frühmorgens schwere Futterkisten an die einzelnen Reviere aus. Dort wird das Futter dann servierfertig zubereitet.

Das Futter, das für die Speisung von an die 11.000 Tieren in die Wilhelma gelangt, ist keineswegs „Abfall“ der menschlichen Nahrungsindustrie, sondern durchweg von bester Qualität. Und das bei etwa 1000 Tonnen im Jahr! Ein Teil des Futters, wie Baby-Brei für die Affenkinder oder der Pigmentfarbstoff für die Flamingos wird bereits fertig abgepackt angeliefert.

Einmal pro Woche besorgen die Mitarbeiter der Futterküche auf dem Großmarkt kistenweise frisches Obst, Gemüse und Nüsse. Auch Fisch- und Fleischprodukte nimmt die Wilhelma nur in einwandfreiem Zustand an.

Kleinere Futtertiere wie Fliegenlarven, Mehlwürmer und Heuschrecken stammen dagegen aus zooeigener Zucht. Den Löwenanteil am jährlichen Futterbedarf nehmen mit zusammen über 300 Tonnen Heu und Stroh ein. Das meiste davon wird aber nicht gekauft: Da die Wilhelma für die Pflege aller Park- und Schlossanlagen Stuttgarts zuständig ist, wird das gemähte Gras in der Heuanlage im Rosensteinpark in handliche Ballen gepresst, gelagert und an die Huftiere verfüttert.

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