Krankenstation

Die hauseigene Krankenstation besteht aus einem Behandlungsraum, einem Labor und Quarantänegehegen mit Platz für bis zu 200 Tiere. Dieser wird aber höchst selten ganz beansprucht: Um den großen und kleinen Patienten Stress zu ersparen, werden sie – wann immer möglich – in ihren vertrauten Gehegen behandelt. Ohne Narkose lassen sich die meisten Tiere aber nicht behandeln. Ein wichtiges Hilfsmittel für den Zootierarzt ist dafür oft ein Blasrohr. Mit diesem können Narkosemittel und andere Medikamente gezielt auch aus größerer Entfernung verabreicht werden. Nur im Notfall werden die Patienten in die Krankenstation mit Operationssaal, Ultraschallgerät und Röntgenapparat gebracht.

In den Quarantänegehegen befinden sich auch beschlagnahmte Tiere oder solche, die aus anderen Zoos neu in die Wilhelma kommen. Um sicherzugehen, dass die Neuankömmlinge kerngesund sind und keine Ansteckungsgefahr für ihre Artgenossen darstellen, werden sie zunächst bis zu sechs Wochen in Quarantäne gehalten.

Ein Zootierarzt ist ein „Allround-Spezialist“. Er kümmert sich einerseits um einen zehn Zentimeter kleinen Kurzohrrüsselspringer und andererseits auch um einen ausgewachsenen Elefanten. In speziellen Fällen zieht er weitere Fachleute zur Hilfe. Dafür gibt es Kooperationen mit anderen Tierkliniken und Humanmedizinern.

Weiterführende Themen