23.12.09

Gorillababy geboren

Fast pünktlich zu Weihnachten hat die Gorillafrau Kolo der Wilhelma ein besonderes Geschenk beschert: ein Baby. Es ist bereits das zweite Gorillakind, das 2009 im „Jahr des Gorillas“ in Stuttgart geboren wurde.

Am frühen Morgen des 22. Dezember brachte Kolo im Beisein ihrer Familie das Baby zur Welt: Sie zog sich dazu nicht in ihren Nachtkäfig, sondern nur in eine Ecke des Gemeinschaftsgeheges zurück, baute dort ein Nest aus Holzwolle und kurz nach 8 Uhr war das Kleine da. „Nachdem das letztjährige Baby von Kolo Fruchtwasser eingeatmet hatte und gestorben war, freuen wir uns doppelt, dass diesmal alles gut ging, das Kleine gesund und wohlauf ist“, erklärt die Kuratorin für Menschenaffen Dr. Marianne Holtkötter. „Kolo ist zudem die perfekte Mutter, die ihr Kind in den nächsten Tagen sicher nicht aus Armen und Augen lassen wird.“ Derweil weicht auch Kolos erster Sohn, der sechseinhalbjährige Lengai, seiner Mutter und dem Baby kaum von der Seite – er ist natürlich besonders neugierig auf sein Geschwisterchen. Doch auch die anderen Gruppenmitglieder beobachten neugierig, aber noch mit respektvollem Abstand, wie Kolo das Kleine trägt, säugt, säubert und umsorgt.

Bereits im März hatte in der Gruppe die Gorillafrau Mutasi einem Mädchen das Leben geschenkt – der kleinen Mawenzi, die als 30. Gorillakind in Stuttgart geboren wurde. Der kleine Neuling ist somit „Nummer 31“.  Der Vater beider Jungtiere ist Kibo, der gutmütige Silberrücken des Clans und ein kinderfreundlicher Patriarch, der gerne und ausgiebig mit seinen drei „Ältesten“ Meru, Shira und Lengai spielt. Auch die neun Monate alte Mawenzi hängt mittlerweile nicht mehr nur am Fellzipfel ihrer Mutter, sondern bewegt sich munter durch Gehege und Gruppe. Bis der noch namenlose kleine Neuling bisher unbekannten Geschlechts seine ersten Ausflüge wagt, werden jedoch noch einige Monate vergehen.

Wer in den Weihnachtsferien die Wilhelma besucht, kann mit etwas Glück bereits einen Blick auf Mutter und Kind erhaschen. Falls sich beide aber gerade zurückgezogen haben: Auch die kleine Mawenzi und die anderen Gorillas freuen sich über Besucher. Bedeuten diese doch gerade in der ruhigen Winterzeit für die Tiere eine willkommene Abwechslung und Unterhaltung.

Fotos: Kolo mit ihrem Baby

 

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