20.07.16
Aktionstag: Die Wildkatze kehrt in den deutschen Wald zurück

Katzen leben als anhängliche Heimtiere in Deutschland in Millionen von Haushalten. Ihre scheue Verwandte, die Wildkatze, bekommt man dagegen kaum zu Gesicht. Die in Europa einst weit verbreitete Art galt seit 1912 hierzulande als ausgestorben. Doch im Gebiet des Naturparks Stromberg-Heuchelberg zwischen Heilbronn und Pforzheim wurden 1968 erste Spuren und Zeichen entdeckt, die auf eine lautlose Rückkehr der Wildkatze hindeuteten. Zu dem einzelgängerischen Waldbewohner, der durch zunehmenden Lebensraumverlust weiter stark bedroht ist, gestaltet der Naturpark am kommenden Sonntag, 24. Juli, in der Wilhelma in Stuttgart von elf bis 17 Uhr einen Aktionstag der Reihe „Wilde Wochenenden“ in der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere).

Oberforstrat Dietmar Gretter, Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, informiert zudem in zwei anschaulichen Kurzvorträgen um 15 und 16 Uhr über die jüngsten Entwicklungen: Wie viele Wildkatzen gibt es inzwischen wieder? Wie kann man sie in einem Gebiet nachweisen? Welche Ansprüche haben sie an ihren Lebensraum? Und was kann jeder einzelne von uns zum Schutz dieser faszinierenden Tierart beitragen? Zur Unterhaltung können Kinder sich an dem Tag derweil als Wildkatzen schminken lassen, Wildkatzenspuren mit Gips ausgießen und Katzenmasken basteln.

Die Teilnahme an dem Aktionstag ist bereits im Eintrittspreis zur Wilhelma in Stuttgart enthalten. Kleine Spenden für den Artenschutz sind jedoch herzlich willkommen.


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