06.09.16
Kurzvorträge: Rettung für Orang-Utans und Schildkröten

Artenschutz ist rund um den Erdball nötig – aus verschiedensten Gründen: Die Tiere bedrohen der Klimawandel und der Verlust des Lebensraums, aber auch Wilderer und skrupellose Tierhändler. In der Wilhelma in Stuttgart gibt es an diesem Sonntag, 11. September, Anschauungsunterricht, was man tun kann, um bedrohten Tierarten das Überleben zu ermöglichen. Der Referent Wolfgang Schwarz ist seit 25 Jahren im Naturschutz aktiv und engagiert sich in Freizeit und Urlaub international: in Europa etwa für den Zugvogelschutz von Süditalien bis Tunesien und den Fischadlerschutz in Schottland, aber auch in Zentralamerika und Südostasien. In der Reihe „Wilde Wochenenden“ zeigt er dazu seine Fotoausstellung „Naturschutz grenzenlos“ ab elf Uhr in der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere). In zwei Vorträgen greift er besonders spannende Projekte aus fernen Ländern auf.

Um 15 Uhr berichtet Wolfgang Schwarz über den Schildkrötenschutz in der Karibik, speziell der riesigen Lederschildkröten, die 2,50 Meter groß und um die 700 Kilo schwer werden können. Um 16 Uhr folgt ein Vortrag, bei dem der Ehrenamtler Erlebnisse und Erfahrungen aus der Auffangstation Tasikoki auf der indonesischen Insel Sulawesi schildert. Das Wildlife Rescue Center nimmt dort Tiere bedrohter Arten auf, die bei illegalen Händlern und Schmugglern gefunden wurden. Tasikoki sorgt dafür, dass die beschlagnahmten Tiere wie Orang-Utans, Krokodile, Gibbons und Kakadus überleben und wieder in die Natur entlassen werden können.

Der Besuch der Ausstellung und die Teilnahme an den Vorträgen sind bereits im Eintrittspreis des Zoologisch-Botanischen Gartens enthalten. Spenden für Artenschutz-Projekte sind willkommen.


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