21.06.17
Am Scheideweg: Ist das Überleben des Nashorns noch zu retten?

Am Rande des Aussterbens hängt für die Nashörner ihr Wohl und Wehe von den Menschen ab. Schutzmaßnahmen haben den Bestand sich zuletzt etwas erholen lassen, doch die zunehmende Zerstörung des Lebensraums und Wilderei wegen des Aberglaubens an die Wunderwirkung von Pulver aus Nasenhorn drohen, eines der imposantesten Tiere der Erde endgültig auszurotten.

In der Reihe „Wilde Wochenenden“ am Sonntag, 25. Juni, erläutert die Wilhelma die dramatische Situation und zeigt auf, wie die Nashörner noch zu retten sind. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart arbeitet seit 2005 mit „Save the Rhino International“ zusammen, der bedeutendsten Artenschutzorganisation für Nashörner in Europa. Mehr als 75.000 Euro an Spenden konnte die Wilhelma seither bereitstellen. Im vorigen Jahrhundert war die Gesamtzahl der Panzernashörner in Indien und Nepal unter 200 gesunken. Dank strenger Maßnahmen hat der Bestand inzwischen die 3000er Grenze wieder überschritten. Doch 97 Prozent aller Nashörner Indiens leben im Kaziranga-Nationalpark. Seuchen oder Naturkatastrophen könnten sie dort auf einen Schlag auslöschen. Deshalb sollen etliche der Tiere in vier schwächer besetzte Nationalparks umgesiedelt werden.

Horst Lubnow von „Save the Rhino International“ (SRI) hält am Sonntag in der Wilhelmaschule (unterhalb der Geiervoliere) zwei halbstündige Vorträge. Um 15 Uhr und 16 Uhr stellt er zunächst die internationale Schutzorganisation Save the Rhino und ihre Arbeit vor. Detailliert berichtet er zudem über die erfolgreiche Rettung des Indischen Panzernashorns in Indien und Nepal. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten. Kleine Spenden für den Artenschutz sind aber jederzeit willkommen.


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