19.09.17
Welt-Nashorn-Tag: Wilhelma sucht Unterstützer für Artenschutz

Dem wehrhaften Aussehen hat das Panzernashorn seinen Namen zu verdanken, doch ist weder diese asiatische Nashornart noch sind seine afrikanischen Schwestern den Waffen der Wilderer gewachsen. Ob diese hochbedrohten Arten überleben, hängt von strengen Schutzmaßnahmen ab. Am Internationalen Tag des Nashorns, Freitag, 22. September, informiert die Wilhelma in Stuttgart über diese faszinierenden Tiere, was sie bedroht und was der Einzelne dagegen tun kann. Zu den Gefährdungen zählt der Aberglaube an die Wunderwirkung des Pulvers aus dem zerriebenen Nasenhorn wie auch die zunehmende Zerstörung des Lebensraums der imposanten Riesen.

Im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart gibt es von 11 bis 16 Uhr einen Aktionsstand vor dem Nashornhaus in Sichtweite der beiden Panzernashörner der Wilhelma: Sani und Bruno. Dort gibt es viel Wissenswertes über die fünf verbliebenen Nashorn-Arten, von denen zwei in Afrika und drei in Asien beheimatet sind. Die pädagogischen Mitarbeiter der Wilhelmaschule stellen Projekte vor, die den Nashornschutz in der Wildnis unterstützen. Die Besucher können selbst aktiv werden und einen außergewöhnlichen Preis gewinnen. Um künftig noch stärker für den Schutz der Nashörner zu werben, bittet die Wilhelma die Teilnehmer vor Ort, Nashörner zu zeichnen: frei und kreativ – ganz nach dem eigenen Geschmack. Mit den kleinen Kunstwerken sollen Taschen, T-Shirts oder andere Produkte bedruckt und zugunsten von Schutzprojekten verkauft werden. Jeder, der eine Zeichnung beisteuert, nimmt an der Verlosung einer exklusiven Nashorn-Begegnung in der Wilhelma statt. Ein solches Treffen gibt es nicht zu buchen. Wer nicht selbst den Malstift schwingen will, kann Lose kaufen und bei einer Lotterie mitmachen, bei der es eine Reihe anderer Preise zum Nashorn-Thema zu gewinnen gibt. Der Erlös der Lotterie geht an die Initiative „Save the Rhino International“, der bedeutendsten Nashornschutz-Organisation in Europa.


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