06.07.16

Filigrane Blütenpracht der Fuchsien: Leicht zu züchten, schwer zu pflegen

Die aktuelle Fuchsienschau der Wilhelma lässt manch passionierten Hobbygärtner durch ihren botanischen Reichtum erblassen. Mit ihrer Fülle an filigranen Blüten, die meist wie Glöckchen herabhängen, schmückt die Fuchsie als eine der beliebtesten Zierpflanzen Gärten und Balkone landauf, landab in unüberschaubarer Vielfalt. Denn kreuzen lassen sich alle Arten dieser Gattung leicht. Die Zahl der Züchtungen hat 12.000 längst weit überstiegen. „Doch in der Kultur sind die Fuchsien sehr anspruchsvoll“, sagt Wilhelma-Gärtner Tobias Egner. „Damit passen sie zu uns.“

Während für Privatleute die eine oder andere Blumenampel der ganze Stolz ist, zeigt der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart jetzt bis September an die 800 Pflanzen dieser Familie der Nachtkerzengewächse in mehr als 200 Arten und Sorten. Ob als Pyramiden oder Ampeln, Büsche oder Hochstämme: Ein Blickfang reiht sich in den historischen Gewächshäusern an den nächsten. „Die Büsche stammen meist aus dem aktuellen Jahr, die Hochstämme können bis zu 15 oder 20 Jahre alt sein“, erzählt Egner.

Wie man diesem Blüten-Kaleidoskop aus Rosa, Rot, Weiß und Lila jedes Jahr neu solche Pracht verleiht, erklärt der Zierpflanzengärtner bei zwei Führungen am diesem Samstag, 9. Juli. Egner schlägt den Bogen von der Entdeckung der Fuchsie 1695 in Santo Domingo auf der Antilleninsel Hispaniola über die Benennung nach dem Tübinger Ahnvater der Pflanzenkunde Leonhart Fuchs bis zu Tipps für Pflege und Schutz vor Schädlingen. Die 90-minütigen Rundgänge starten um 9.30 und 11.30 Uhr. An Kosten fällt dank der Unterstützung des Fördervereins nur der Eintrittspreis an. Eine Anmeldung ist notwendig bis Freitag, 8. Juli, um 16 Uhr in der Wilhelma-Zentrale unter Tel. (0711) 54 02-0.

Die Schau zeigt viele Besonderheiten. So sind neben neuen Züchtungen auch ursprüngliche Wildformen zu sehen – und deren Kombination. In die Sorte ‘Leonhart von Fuchs‘ sind zum Beispiel exotische Wildformen eingekreuzt. Kurios ist die Entstehung der Sorte „Nicis Findling“: Nici, die Tochter des Züchter-Ehepaares Meta und Hermann Ermel, hatte unter einem Tisch im Treibhaus eine kleine Pflanze gefunden. Die „Eltern“ der ungeplanten Neuzüchtung ließen sich nicht mehr herausfinden. Aber dass die Jungpflanze dort unentdeckt gekeimt und gewachsen ist und trocken mit wenig Licht überlebt hatte, bewies ihre große Widerstandsfähigkeit. Wegen ihrer Robustheit ist die nach dem Kind benannte Sorte unter Gärtnern besonders beliebt geworden. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Zierpflanzengärtner Tobias Egner führt am Samstag, 9. Juli, durch die neue Fuchsienschau in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bilder 2-4: Viele der filigranen Blüten in der Fuchsienschau der Wilhelma erinnern an tanzende Ballerinas. Die Schau ist im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart bis September zu sehen. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

Bei Verwendung der Pressefotos bitte Copyright und Bildnachweis beachten (s.auch IPTC-Daten)! Die Bilder dürfen zur Veröffentlichung in Zeitungen, Zeitschriften, Reiseprospekten und Online-Portalen verwendet werden - bitte unbedingt dabei auf einen korrekten Bildnachweis achten. In der Regel lautet dieser "Wilhelma Stuttgart", mitunter stellen aber auch andere Fotografen ihre Bilder zur Verfügung (siehe jeweils bei den Bildlegenden). Die Weitergabe der Fotos durch Nachrichtenagenturen ist gestattet. Die kommerzielle und werbliche Nutzung sowie der Weiterverkauf durch andere Dritte, wie z.B. Verlage oder auch Privatpersonen, ist nicht erlaubt. 

Frühere Pressemitteilungen

PDF-Download

Kontakt zur Pressestelle

Share/Bookmark