07.06.16

8. Dreamnight: Ein ganz unbeschwerter Abend für 800 Familien mit großen Herausforderungen

Auch wenn der Himmel am Freitag nicht oft gelacht hat, war die 8. Dreamnight in der Wilhelma eine durch und durch fröhliche Angelegenheit. Die Freude über den exklusiven Abend im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart stand in den Gesichtern der Kinder geschrieben, die in ihrem Alltag besondere Herausforderungen meistern müssen. Für vier Stunden gehörte die ganze Wilhelma allein 800 Familien mit Kindern, die eine Behinderung oder schwere chronische Erkrankungen haben. Die Einladungsliste stimmt die Wilhelma ab mit dem Stuttgarter Olga-Kinderhospital, Kinderhospizen und rund 40 Förderkreisen, die sich um Kinder mit bestimmten Krankheitsbildern kümmern wie Herz- und Nierenleiden, Krebs oder Down-Syndrom.

Das kostenlose Angebot ist ein Geschenk der Mitarbeiter und Förderer der Wilhelma, von Sponsoren und vielen Künstler. Eigens für die jungen Gäste, die manchmal mehr Zeit und Ruhe als andere Kinder brauchen, um die seltenen Tiere und Pflanzen intensiv erleben zu können, haben die ausschließlich ehrenamtlichen Helfer sich zwei Dutzend Attraktionen einfallen lassen. Das wechselhafte Wetter hat kaum gestört. Beim Blumentopfen haben das Angießen der Erde gelegentliche Regenschauer übernommen und den Seelöwen war das zusätzliche Wasser von oben bei den kommentierten Fütterungen gänzlich egal. Extravagant war die Chance für die kleinen Besucher, selbst einmal Hand anzulegen: zum Beispiel beim Streicheln von Koikarpfen und Küken, Schlangen und Echsen. Die flauschige Wolle von Alpakas durften sie sogar mit nach Hause nehmen, für die Menschenaffen konnten sie Futterboxen basteln. Und mancher Gast bewies sein Geschick beim Blasrohrschießen in der Krankenstation. Die Technik ist für Veterinäre wichtig, um Tieren aus der Distanz Spritzen zu geben. Dazu gab es viel Information und Einblicke hinter die Kulissen. Auch die Polizei und Feuerwehr gab es zum Anfassen. Die Unterhaltung ergänzten externe Dreamnight-Unterstützer unter anderem durch eine Feuershow mit Trommeln, viel Musik und verkleidete Stelzenläufer. Dazu kam die kostenlose Verköstigung von Groß und Klein.

„Die Dreamnight ist für alle Beteiligten ein echter Quell der Freude“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „So eine Großveranstaltung nach dem Arbeitstag ehrenamtlich auf die Beine zu stellen, kostet einige Kraft, aber das herzliche Gemeinschaftserlebnis mit diesen Familien, die jeden Tag stark gefordert sind, gibt uns auch unheimlich viel Energie zurück. Das setzen wir gerne fort.“

Entstanden ist die Idee zur Dreamnight 1996 im Zoo Rotterdam. Inzwischen beteiligen sich weltweit fast 280 Zoos: So werden mehr als 95.000 betroffene Familien in einen Zoo oder Tierpark eingeladen. „Trotz der großen Beliebtheit können wir die Veranstaltung nicht für alle öffnen“, wirbt die Dreamnight-Koordinatorin der Wilhelma Stefanie Reska um Verständnis. „Bei 800 Kindern mit Familie und all den Helfern und Künstlern sind rund 3000 Menschen in der Wilhelma unterwegs. Der Charme und Nutzen für die Familien ist, dass bei der Dreamnight persönliche Kontakte entstehen und die individuellen Interessen und Bedürfnissen der Kinder zum Tragen kommen.“ Deshalb habe sich die Wilhelma entschieden, die Zahl der Teilnahme durch gezielte Einladungen überschaubar zu halten. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Bei der Dreamnight trieben verkleidete Stelzenläufer manchen Schabernack mit den Kindern. Foto: Martin Lühning

Bild 2: Die kleinen Gäste durften besondere Tiere streicheln, wie diese Königsnatter. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Beliebt war die Gelegenheit, mit den Elefanten auf Tuchfühlung zu gehen und die Dickhäuter zu füttern. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Die entspannte Atmosphäre bot viel Zeit und Ruhe, damit die eingeladenen Kinder sich ausgiebig mit den Tieren befassen konnten. Foto: Martin Lühning

 

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