14.07.16

Zwei Fohlen bei den edlen Alpakas geboren

Sie sind echte Naturschönheiten: Alpakas tragen in der Wilhelma das Edelste vom Edlen zur Schau. Denn neben Kaschmir und Seide zählt die Haartracht der Neuweltkamele zu den weichsten Naturfasern überhaupt. Genau genommen gilt allerdings die Wolle am Hals der Vikunjas als das Nonplusultra. Sie sind die Wildform der südamerikanischen Kleinkamele, aus der die Anden-Völker in den vergangenen 5000 Jahren die Alpakas vermutlich gezüchtet haben. Im Vordergrund stand dabei, den Ertrag an dieser hochwertigen Wolle zu erhöhen. Im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart kann man Alpakas und Vikunjas in Nachbargehegen beobachten und vergleichen.

Während die Vikunjas einheitlich am Rücken hellbraun und am Bauch weißlich sind, haben sich bei den Alpakas 22 meist kräftige Farbtöne herausgebildet. Neben verschiedensten Brauntönen finden sich Schwarz und Weiß, Beige und Grau – mal einfarbig, mal mehrfarbig. So ist die Herde von 15 Stuten auf der Südamerika-Anlage eine bunte Truppe. Und die beiden Ende Juni geborenen Fohlen sind gut auseinander zu halten: Maya brachte am 20. Juni eine Tochter zur Welt, die genau so weiß ist wie sie, mit sandfarbenem Fleck am Nacken. Sitara lautet ihr Name, was „Morgenstern“ heißt. Auch nach ihrer Mama kommt die kleine Aponi („Schmetterling“), die am 28. Juni geboren wurde: schokobraun wie Mutter Anne. Es hätte auch anders ausfallen können. Denn bei Alpakas ist die Farbe der Fohlen schwer beeinflussbar.

Sieben bis acht Kilo wogen die Fohlen bei der Geburt. Sie strengen sich an, ihr Gewicht dank der nahrhaften Muttermilch im ersten Monat schon zu verdoppeln. Bis zu acht Monate lang säugen die Stuten ihren Nachwuchs. Der fängt jedoch schon nach wenigen Tagen an, selbst etwas am Gras zu zupfen. Gemeinsam halten es die Alpakas kurz wie einen englischen Rasen. Kamele verfügen über eine Besonderheit: Ihre Zähne wachsen ständig nach. Da die Alpakas – wie auch die Vikunjas – in ihrer Heimat, dem Hochland von Peru, Bolivien, Chile, Argentinien und Ecuador, nur wenig Futterauswahl haben und dort vor allem das raue Puna-Gras fressen, wären ihre Zähne sonst schnell abgenutzt, wenn sie nicht nachwüchsen. (kni)

Pressefotos

Bilder 1-2: In der zweiten Juni-Hälfte sind zwei Fohlen bei den Alpakas geboren worden, die jetzt mit ihren Müttern die Südamerika-Anlage in der Wilhelma erkunden. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Alpaka-Stute Maya hat am 20. Juni eine Tochter zur Welt gebracht, die genau so weiß ist wie sie. Sie heißt Sitara, was „Morgenstern“ bedeutet. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Alpaka-Stute Anne hat am 28. Juni eine Tochter bekommen. Während Anne noch eine weiße Zeichnung am Kopf hat, ist Aponi („Schmetterling“) ganz braun. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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