04.04.17

250 Schmetterlinge aus Augsburg sind Schwarm der Wilhelma-Besucher

Volles Haus in der Schmetterlingshalle der Wilhelma: Mit einem Schlag war gestern Vormittag Leben in der Bude. Minute für Minute stiegen mehr Schmetterlinge auf und landeten auf Blättern, Blüten und sogar auf Besuchern, die fasziniert stehen blieben und sich ruhig verhielten. Immer mehr Gäste verharrten und boten sich als Landeplatz für die Neuankömmlinge an. Rund 250 der farbenfrohen Falter aus über 50 Arten hatte Bernhard Winzenhörlein, der Leiter des Botanischen Gartens in Augsburg, mitgebracht. Dort ist am Sonntag eine Sonderausstellung in der Tropenhalle zu Ende gegangen. Seit einiger Zeit übernimmt die Wilhelma, die das ganze Jahr Schmetterlinge hält, nach der Augsburger Frühjahrsschau deren schillernden Stars. Über die Lebensdauer der Insekten verdoppelt sich so für einige Wochen der Bestand im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart.

Fast zwei Stunden hatten die Augsburger Kollegen gebraucht, die Insekten in aller Frühe behutsam einzufangen. In ihrem neuen Domizil dauerte die Ankunft nur eine halbe Stunde: Nach und nach klappten die Falter ihre Schwingen auf und starteten die Naherkundung. Die kleine Wolke der fliegenden Gaukler ist nun der Schwarm der Wilhelma-Besucher: Bekanntere Arten wie Monarch oder Weiße Baumnymphe bevölkern in größerer Zahl die Blüten in der sonnendurchfluteten Glashalle. Seltene Riesen wie Bananenfalter oder gar Atlasspinner – mit bis zu 30 Zentimetern Spannweite einer der größten Schmetterlinge der Welt – lassen sich entspannt betrachten. Dabei hilft der Rat, die flatterhaften Wesen nicht zu verfolgen, sondern ruhig zu warten, ob sie zu einem kommen. Wer Geduld aufbringt, kann sich auch auf die Suche nach einer Besonderheit machen: Der Afrikanische Mondspinner ist ungewöhnlich geformt und gut getarnt. Bei ihm sind die beiden grünen Hinterflügel so langgezogen, dass sie wie Stiele mit einem welkem Laubblatt wirken.

Die filigranen Flugkünstler sind das ganze Jahr über zu bestaunen, doch nicht immer in dieser Zahl. Die Insekten kommen sonst als verpuppte Raupen in die Wilhelma, wo die Besucher deren Metamorphose zum Schmetterling in einer Vitrine betrachten können. Ihre Lebensspanne reicht je nach Art von einigen Tagen und Wochen bis zu einem halben Jahr. Deshalb lohnt sich der Besuch in der Schmetterlingshalle durch den Zuwachs aus Augsburg im April besonders. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Wilhelma-Pflegerin Susanne Finckh-Friedrich zeigt einen Atlasfalter. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2: Atlasfalter zählen zu den größten Schmetterlingen der Welt. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Zu den gut 50 Schmetterlingsarten, die der Leiter des Botanischen Gartens Augsburg, Bernhard Winzenhörlein, in die Wilhelma brachte, gehört der ungewöhnliche Mondspinner. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bilder 4-5: Mit den rund 250 Schmetterlingen aus dem Botanischen Garten Augsburg hat sich der Bestand in der Wilhelma vorübergehend verdoppelt. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 6: Akrobatisch hängt der Falter an einer Blüte und zeigt die prächtige Unterseite seiner Flügel. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 7: Auch kopfüber schaffen es die Falter, sich festzuhalten und mit ihrem langen Rüssel Nektar aus den Blüten zu trinken. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 8: Wenn sich die Besucher ruhig verhielten, landeten die Neuankömmlinge gerne auch einmal auf Händen und Armen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 9: Nach der Landung taten sich diese Bananenfalter an einer Orange gütlich. Das Obst hängt dort eigentlich als Nahrung für die Flugfüchse. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 10: Nicht alle Falter tragen spektakuläre Farben. Braun mit Beige kann eine tolle Tarnung sein. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 11:  Vorsichtig lugt ein Falter über ein Blatt. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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