04.08.17

Rund ums Landhaus: Prächtige Seerosen von heißem und kühlem Gepräge

Manchem Menschen setzt das heiß-feuchte Wetter in diesem Sommer zu. Doch in der Wilhelma gibt es viele Geschöpfe, die es zum Strahlen bringt: Die tropischen Seerosen im Maurischen Garten lieben das Klima nämlich. In diesen Wochen zeigen sie sich von ihrer schönsten Seite.

Fast 40 Arten und Sorten der in der Pflege oft heiklen Prachtstücke gedeihen in dem 650 Quadratmeter großen Kreisbecken. Sein Wasser wird stets auf 28 bis 30 Grad Celsius gehalten, damit sich die Wärme liebenden Diven nicht unterkühlen, wenn es einmal weniger heiß ist. Teichhühner stapfen trockenen Fußes über die ausladenden Schwimmblätter auf der Wasseroberfläche. Große Königslibellen zeigen akrobatische Manöver im Tiefflug. Aufragende Lotosblumen umranden das idyllische Rund. Das historische Ensemble zwischen Festsaalgebäude und Landhaus bildet eine Oase der Ruhe im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart – eine willkommene Abwechslung neben dem quirligen Treiben der Tiere. Allenfalls ein Pfau stolziert hier einmal gemächlich vorüber oder man hört die Gibbons singen, die in der Nachbarschaft des Maurischen Gartens leben.

Für Freunde der Seerosen lohnt auch ein Gang hinter das Landhaus. Dort gibt es seit drei Jahren zwei Kaltwasser-Becken, in denen knapp 30 Arten und Sorten zu sehen sind, die kühlere Gewässer bevorzugen. Hier sind auch heimische Varianten anzutreffen, zum Beispiel die „Weiße Seerose“ (Nymphaea alba), die zur „Wasserpflanze des Jahres 2017“ ausgerufen wurde. Sie kommt eher in flacheren Gewässern vor, ihre Blattstiele können aber bis zu drei Meter lang werden: eine in Europa rekordverdächtige Länge. Ebenfalls vertreten ist eine echte Seltenheit: Die so genannte Glänzende Seerose ist in Baden-Württemberg nur noch an sehr wenigen Standorten erhalten. Sie ist akut vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen Baden-Württembergs weit oben. Die Wilhelma trägt im Artenschutzprogramm des Landes (ASP) zu dem Fortbestand dieser Besonderheit unter den heimischen Pflanzen bei.

Während die Gärtner in diesen Becken – ob warm oder kalt – die jeweils optimalen Bedingungen für eindrucksvolle Seerosen schaffen, gibt es Nymphaea auch an unerwarteter Stelle der Wilhelma zu entdecken: im Amazonienhaus. Im Regenwalddschungel Südamerikas hat es eine Seerose als Sonnenanbeterin aber schwer, sich zu behaupten. An dieser Stelle geht es nicht um Blütenpracht, sondern darum, das Gefüge eines natürlichen Biotops zu zeigen. (kni)

Pressefotos

Bilder 1-4: Tropische Seerosen im Maurischen Garten der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Hinter dem Landhaus gedeihen heimische Seerosen in kühlem Wasser. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bilder 6-7: Tropische Seerosen im Maurischen Garten der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 8: Eine Große Königlibelle sitzt perfekt getarnt auf einem Seerosenblatt. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 9: Eine Lotosblume am Seerosenbecken vor dem Maurischen Festsaal. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 10: Das 650 Quadratmeter große Becken für tropische Seerosen vor dem Maurischen Landhaus. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

 

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