13.06.17

Blütenballett in der Wilhelma: Schau der divenhaften Fuchsien

Feingliedrig ziseliert umgibt die Fuchsien eine solche Eleganz, dass sie sogar zu künstlerischen Assoziationen inspirieren: Ihre hängenden Blüten erinnern an Ballerinas, die in der Luft tanzen. Sie treten zur Freude von Hobbygärtnern jeweils in einer üppigen Menge auf, dass viele Privatleute ihre Gärten und Balkone mit solch vielbeinigen Ballett-Ensembles zieren. Doch sind Fuchsien in der Pflege divenhaft. Ihre spielerische Leichtigkeit zu entfalten und erhalten, ist harte gärtnerische Arbeit. Umso beeindruckender fällt die neue Fuchsien-Ausstellung im Wechselschauhaus der Wilhelma aus. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart zeigt jetzt bis September an die 800 Pflanzen dieser Familie der Nachtkerzengewächse, ob als Ampeln, Büsche oder Hochstämme.

Bei der floralen Choreographie in Rosa, Rot, Weiß und Lila ist die Vielfalt Trumpf. Rund 200 Arten und Sorten hat die Wilhelma vorzuweisen. So schwer sie zu pflegen sind, so leicht lassen sich alle Arten der Gattung kreuzen. Weltweit übertreffen die Züchtungen inzwischen die 12.000er Marke. „Dieses Jahr räumen wir den Wildformen einen größeren Stellenwert ein, um die Herkunft und den Kontrast herauszustellen“, sagt Wilhelma-Gärtner Tobias Egner, der die Sammlung betreut. „Wir zeigen 44 Wildformen und haben die Schau lockerer aufgebaut und mit Moosen, Ästen und Lindenlaub natürlicher gestaltet.“ Die Fuchsien-Ausstellung ist immer auch ein Mix aus Jung und Alt. Während die Büsche meist aus dem aktuellen Jahr stammen, zählen die Hochstämme oft 15 oder 20 Jahre.

Wie diese botanische Pracht entstanden ist, erläutert Egner am kommenden Samstag, 17. Juni, bei zwei Führungen. Unter dem Titel „Zauber der Anden“ schlägt der Zierpflanzengärtner bei den 90-minütigen Rundgängen um 9.30 und 11.30 Uhr einen weiten Bogen. Er berichtet von der Entdeckung der Fuchsie 1695 in Santo Domingo auf der Antilleninsel Hispaniola und geht auf die Benennung nach dem Tübinger Ahnvater der Pflanzenkunde Leonhart Fuchs ein. Auch für Expertentipps für die spezielle Pflege und den Schutz vor Schädlingen und Fragen der Teilnehmer bleibt genug Zeit. An Kosten fällt dank der Unterstützung des Fördervereins nur der Eintrittspreis an. Eine telefonische Anmeldung ist notwendig bis Freitag, 16. Juni, um 15:30 Uhr unter Tel. (0711) 54 02-0. An Fronleichnam ist die Wilhelma-Zentrale jedoch nicht besetzt. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Zierpflanzengärtner Tobias Egner führt am Samstag, 17. Juni, durch die neue Fuchsienschau in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2-4: Viele der filigranen Blüten in der Fuchsienschau der Wilhelma erinnern an tanzende Ballerinas. Die Schau ist im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart bis September zu sehen. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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