22.06.17

Ein wertvolles Fohlen bei den Poitou-Eseln geboren

Zuchterfolg auf dem Schaubauernhof der Wilhelma: Ein Poitou-Esel erblickte am 7. Juni 2017 das Licht der Welt. Seitdem hält Hodor, wie der kleine Hengst von den Tierpflegern getauft wurde, seine Mutter, die Stute Brise, auf Trab. Das Fohlen ist etwas ganz Besonderes: Es ist der erste männliche Nachfahre von Brise und dem Hengst Nepomuk.

Die stark bedrohten Poitiou-Esel stammen ursprünglich aus Frankreich und werden in der Wilhelma seit 1993 gezüchtet. Mit Brise kam 2014 eine Stute aus dem Ursprungsland dieser Eselrasse nach Stuttgart. Hodor wird in etwas mehr als einem Jahr nach Frankreich gehen und dort einen wichtigen Beitrag zur Zucht der Esel darstellen. Denn die Gene von Nepomuk sind für das französische Zuchtbuch von großer Bedeutung und bringen frisches Blut in die Linie dieser edlen Tiere.

In der Wilhelma sind mittlerweile 23 Fohlen geboren. Neben Hodor hat der Zoologisch-Botanische Garten zwei Stuten und den Zuchthengst Nepomuk. Poitou-Esel werden auch „Riesenesel“ genannt. Sie sind mit bis zu 450 Kilogramm Körpergewicht die schwersten Esel der Welt und zählen mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,50 Metern zu den größten Esel-Arten.

Seit dem 10. Jahrhundert ist diese Eselrasse aus dem Westen Frankreichs bekannt. Sie wurde ausschließlich zur Zucht von Maultieren gebraucht. Aus ihrer Kreuzung mit großen Kaltblutpferden gingen kräftige und widerstandsfähige Maultiere hervor, die in der Landwirtschaft und als Transporttiere beim Militär eingesetzt wurden. Der Bedarf an Maultieren ging mit dem Aufkommen von Maschinen in der Landwirtschaft allerdings drastisch zurück und damit auch der Bestand der Poitou-Esel. Bis auf 44 Tiere war er in den 1970er Jahren gesunken. Heute gibt es wieder über 500 Tiere, die im Zuchtbuch in Frankreich erfasst sind. Als in ihrem Bestand gesichert kann die Rasse trotzdem noch nicht gelten. Zudem gab es erstklassige „Baudet du Poitou“, wie die Rasse offiziell heißt, bisher fast ausschließlich in Frankreich. Um erstklassig zu sein, sprich zum so genannten „Livre A“ zu gehören, muss ein Poitou-Esel einen einwandfreien Stammbaum haben, der sich bis mindestens zur siebten Generation zurückverfolgen lässt. Hodor ist auch das Ergebnis einer langen und guten Zusammenarbeit mit dem französischen Zuchtverband. Die Wilhelma trägt mit ihm wesentlich zum Erhalt dieser Eselrasse bei. (poi)

Pressefotos

Bild 1 und 2: Poitou-Esel-Fohlen Hodor mit Stute Brise. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Poitou-Esel-Fohlen Hodor in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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