01.02.18

Kamelienschau steuert auf ihre Hochblüte zu

Ende Januar steuert die besondere Pflanzenwelt der Wilhelma bereits ihrem ersten Höhepunkt im neuen Jahr entgegen. „Kamelien statt Kamelle“ lautet in den Fasnetswochen das Kontrastprogramm des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart. Fast so bunt wie im Karneval, aber nicht so schrill geht es in den Gewächshäusern zu, wenn die attraktivsten Vertreter der Teestrauchgewächse ihrer Hochblüte entgegensteuern: In Rot und Rosa, Weiß und Purpur – verziert vom Goldgelb der oft üppigen Staubblätter – strahlen sie aus dem grünen Blattwerk in unzähligen Facetten den Besuchern entgegen.

Durch die Spalier stehenden Schönheiten spazierte schon König Wilhelm I. von Württemberg. 200 große Exemplare der Camellia japonica hatte der Begründer der Wilhelma 1845 seinen Hofgärtner erwerben und per Schiff nach Cannstatt bringen lassen. Rund 20 dieser „Urbewohner“ der im Jahr 1846 eingeweihten Park- und Gartenanlage sind heute noch – mehr als 170 Jahre später – in der ehrwürdigen Kameliensammlung zu sehen. Zur Kunst der Wilhelma-Gärtner gehört es, die Sträucher jeweils so zu schneiden, dass sie für den begrenzten Platz im historischen Gewächshaus in Form bleiben, aber jedes Jahr wieder kraftvoll austreiben. Angewachsen ist der Bestand auf inzwischen 16 Arten und 177 Sorten.

Die Lieblinge des Königs sind keine einfachen Zöglinge. Ursprünglich in Gebirgsregionen Chinas, Japans und Nepals zu finden, haben sie es Sommer wie Winter gerne kühl. Aber ausgerechnet im Sommer sollte es dabei schattig sein und im Winter dagegen hell. Zudem benötigen Kamelien kalkarme Böden mit gleichmäßiger Feuchte, für die sie temperiertes und enthärtetes Wasser bevorzugen. Das Bestreben, die Ziersträucher daheim in Wohnräumen zu halten, gelingt deswegen fast nie.

Mit sehr heißem Wasser ist das importierte Gewächs aber hierzulande in aller Munde: als Tee. Allerdings liefern nur die Blätter der Camellia sinensis dafür ein angenehmes Aroma. Als Getränkelieferant ist sie beliebt, doch mit ihren kleinen Blüten unscheinbar. Daher ist sie in der Wilhelma bei den tropischen Nutzpflanzen im Maurischen Landhaus anzutreffen. Dagegen ist die wenig schmackhafte Camellia japonica der Showstar. Wissenswerte Details über die „Kamelien – Schönheiten aus Ostasien“ und deren Pflege berichtet Wilhelma-Gärtnermeister Christian Mikoteit bei drei Führungen: Am Samstag, 17. Februar, ab 13.30 Uhr sowie am Samstag, 24. Februar, ab 9.30 Uhr und ab 11.30 Uhr nimmt er Besucher mit auf eine 90-minütige Runde durch die Schau. Für die Teilnahme fällt außer dem normalen Eintrittspreis keine Gebühr an. Eine Anmeldung ist jedoch bis tags zuvor notwendig unter Tel. 0711 / 54 02-0. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. (kni)

Pressefotos

Bilder 1-2: Anna-Sitah Heydemann, angehende Zierpflanzengärtnerin, arbeitet bei der Pflege der Kamelien in der Wilhelma mit. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Die Kamelie „Lavinia Maggi“ mit ihren vielschichtigen, mehrfarbigen Blüten entstand schon 1858 in Italien. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Die Kamelie „Brushfields Yellow“, australische Züchtung von 1970, gefällt durch ihre rüschenartig gelb gefüllten Blüten. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Higo-Kamelien, hier die weiße „Kyo-Nishiki“, zeichnen sich durch flache Schalenblüten mit markanten Staubblättern aus. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 6: Die rote Higo-Kamelie „Asahi-No-Mai“ wurde 1912 in Japan gezüchtet. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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