27.08.2018

Botanischer Feuerreigen im Wintergarten

„Carolina Reaper“, „Halloween Ghost“ oder „Lemon Drop“ – die klangvollen Namen der Chilis sind so opulent und fantasievoll wie ihre Formen, Farben und Aromen. Denn die Nachtschattengewächse haben noch viel mehr zu bieten als die wohlbekannten roten, länglichen Früchte. Chilis von süß bis scharf und elfenbeinweiß bis bunt gestreift zeigt die Wilhelma in Stuttgart jetzt wieder in der aktuellen Chili-Ausstellung. Über 100 Sorten aus zehn Arten sind bis zum 14. Oktober im Wintergarten zu sehen.

Der Chilivielfalt sind keine Grenzen gesetzt, da beständig weitere Kreuzungen gezüchtet werden. „Etwa 30 neue Sorten zeigen wir dieses Jahr“, erklärt Fenja Baumgärtner, die in der Wilhelma die Chilis pflegt. „Wir tauschen regelmäßig Samen mit anderen botanischen Gärten. Ab und zu sieht man auch in Büchern etwas Schönes und versucht, diese Pflanze für die Schau zu bekommen.“ Neu dabei ist zum Beispiel die „Pimenta Pink Tiger“, deren blassgelber Grundton mit lilafarbenen Streifen gezeichnet ist. Dabei sind die Gärtner immer wieder erstaunt, welche schönen Sorten sich aus den Samen entwickeln. Denn gelegentlich findet man keine Beschreibung oder Bilder der ausgewachsenen Pflanzen. „Die Samen sehen eigentlich alle gleich aus, das sind dann schon richtige Überraschungspakete“, berichtet Baumgärtner. Die ersten Chilis brachte Christoph Columbus nach Europa. Dabei gab es zunächst nur die Wildformen mit ihren kleinen, nach oben gerichteten Früchten. Die süße Paprika entstand wie der Schärferekordhalter „Carolina Reaper“ erst durch die Zucht. Unter den unzähligen Kreuzungen gibt es auch für die erfahrene Wilhelmagärtnerin immer wieder Neues zu entdecken: „Dass aus der ‚Aji Charapita‘ eines der teuersten Gewürze der Welt gewonnen wird, habe ich erst durch eine Dokumentation erfahren“, erzählt Baumgärtner. „Dabei sieht sie eher unscheinbar aus. Für die Gewürzproduktion braucht man eine ganze Menge.“ Denn die Früchte der aus Peru stammenden Sorte sind nur erbsengroß.

Weitere spannende Geschichten rund um die Chilis präsentiert Fenja Baumgärtner im Rahmen der kostenlosen Führungen am 8. und 15. September in der Wilhelma.  Jeweils um 9.30 Uhr und 11.30 Uhr geht es für bis zu 90 Minuten um süße Sorten, Farbenreichtum und Weltrekordhalter. Nur der normale Eintritt ist zu bezahlen, eine Anmeldung ist jedoch nötig und muss bis zum Vortag um zwölf Uhr in der Wilhelma-Zentrale unter Tel. (0711) 54 02-0 erfolgen. Probierfreudige Chilifreunde erwartet am 14. September ein Buffet mit pikanten Köstlichkeiten aus Wilhelma-Chilis. Aus den geernteten Früchten werden nicht nur Samen für die Zucht gewonnen. Einige Sorten landen auch in den Küchen der Wilhelma-Restaurants. Die Gastronomen von Marché International kreieren mit den frischen Schoten feurige Pralinen, Öle und Dips. 15 Euro kostet das einstündige Event mit botanischer Führung und anschließender Verkostung. Anmeldungen nimmt Petra Wissmann unter Tel. (0711) 505 606 20 oder wilhelma@marche-restaurants.com entgegen. (dt)

Pressefotos

Bild 1: Fenja Baumgärtner kümmert sich um die 140 Chilisorten der Wilhelma. Im Vordergrund ist hier beispielsweise die orangefarbene „Aji little Finger Orange“ zu sehen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2: Farben und Formen gibt es unter den Chilis inzwischen viele, wie hier an der länglichen „Namaqualand Violett“ und der hellen, runden „Ovetti“ zu sehen ist. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Neu in der Wilhelma ist in diesem Jahr die gestreifte „Pimenta Pink Tiger“. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Aus den nur erbsengroßen Früchten der Sorte "Aji Charapita" wird eines der teuersten Gewürze der Welt gewonnen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Einen schönen Kontrast bilden die lilafarbene "Cheiro Roxa" und die strahlend gelbe "Lemon Drop". Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 6: In der Ausstellung im Wintergarten sind etwa 100 verschiedene Chilisorten zu sehen, die mir Farben- und Formenreichtum glänzen. Foto: Wilhelma Stuttgart

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