Aktuelles zu Wilbär

Wilbär trumpft auf

18.05.2009

Montag, 18.5.: Nach einem sonnig-warmen Sonntag ist das Wetter pünktlich zur Eröffnungsfeier umgeschlagen, kalter Wind und Regenschauer ließen das Thermometer auf 5 Grad Celsius purzeln. Prima Eisbärenwetter also! Anstatt mal richtig auszuschlafen, ist Wilbär schon früh morgens wieder in seinem Privatpool und beim Schwimmtraining anzutreffen. Nur um die ersten Besucher und ihre Kameras neugierig zu beäugen, reckt er seinen Kopf aus dem Wasser. Erst als sich seine Bewunderer in Richtung Festrednertribünen zerstreut haben, entsteigt Wilbär dem Bad, schüttelt die Tropfen aus dem Pelz und begibt sich auf den Hügel, um Ewa einen Schnupperbesuch abzustatten. Zum erstenmal scheint ihn ernsthaft zu interessieren, wer da eigentlich in der Nachbarschaft lebt. Danach trottet er zum ans Gehege angrenzende Ausstellungsgebäude, startet einen kurzen Scheinangriff gegen ein paar verdutzte Besucher hinter den Glasscheiben - kommt das jemand bekannt vor? - und schon geht's weiter im Bärengalopp und zurück zum "Pool".

Wir wissen nicht, wer für den Rest des Tages sein Interesse am meisten fesselte: Ewa, die Besucher oder der geliebte See. Doch einen Tag später vermeldet sein Eisbärenkurator im Orsapark, Wilbär lebe sich weiterhin prächtig ein und habe erstmals auch durch Brummlaute Kontakt mit Ewa aufgenommen...  Fortsetzung folgt!

Bilder von Ewa und Wilbär zum Download: www.orsagronklitt.se/polarworld

Wilbär springt kopfüber ins kalte Wasser - oder wird es doch ein Bauchpflatscher?

Gute Nacht, Wilbär

17.05.2009

Sonntag, 17.5., 18 Uhr: Morgen ist großer Eröffnungstag im Orsa Bärenpark. Und wenn dann zahlreiche Besucher und geladene Gäste in den Park strömen, werden sie nicht nur Ewa, sondern mit etwas Glück auch Wilbär schon zu sehen bekommen – und wo sonst, als im großen Eisbär-Pool. Und da „Superstar Wilbär“ Kameras ja hinlänglich gewohnt ist, dürften ihn auch die schwedischen Fotografen wohl mehr unterhalten als stören. Es sei denn, dass Wilbär nach dem ersten aufregenden Tag in seinem neuen Abenteuerland so müde ist, dass er sich lieber zu einem ausgiebigen Nickerchen zurückzieht. Mit Schaufütterungen werden jedenfalls weder er noch Ewa eigens ins Blickfeld des Publikums gelockt:  Entweder die Besucher sehen die Bären auf der Anlage – oder nicht. Denn im Orsa Park sollen die tierischen Bewohner soweit als möglich tun und lassen, was sie wollen.

Übrigens: Schöne Grüße von Wilbär an alle seine Fans zu Hause. Ihm gehe es super, er habe aber derzeit viel zu tun. Was er in den nächsten Tagen und Wochen dabei so anstellt, darüber wird der Orsa Park die Wilhelma weiter in Wort und Bild auf dem Laufenden halten.

Wilbär entspannt im glitzernden Wasser

Wilbär und Corinna, ganz entspannt

17.05.2009

Sonntag, den 17.5., nachmittags gegen 16 Uhr: Wilbär schwimmt, trinkt, macht Bauchpflatscher von den Felsen, taucht. Zwischendurch trabt er den Berg hinauf und hält Ausschau. Am späteren Nachmittag packt den verwöhnten Nimmersatt scheinbar ein Hüngerchen, denn er läuft immer mal wieder Richtung Innengehege. Offenbar weiß er noch genau, dass er dort die leckeren Eisbärensnacks bekommen hat. Doch noch ist draußen alles zu spannend, um schon hineinzugehen. Er wirkt ausgeglichen und sehr beschäftigt. Mutter Corinna hat ihn wohl doch bestens auf ein eigenständiges Leben vorbereitet. Und wie geht es ihr derweil in Stuttgart? Am Freitag war sie ob der ungewohnten Situation noch etwas unruhig. Am Samstag lag sie aber wieder entspannt in der Sonne und blinzelte den Besuchern zu. Und heute, am Sonntag, war sie nach Aussage ihres Pflegers Jürgen Deisenhofer ganz die Alte.

 

 

 

Jetzt trinkt Wilbär schwedisches Wasser

Wilbär, die Wasserratte

17.05.2009

Sonntag, den 17.5., vormittags: Plan B wird umgesetzt. Und siehe da, die Rechnung ging auf: Wilbär nahm die Einladung sofort an, bewegte sich ohne Zögern auf den kleinen Fluss zu, stieg mit allen vier Tatzen hinein und folgte dem Flusslauf zielstrebig den Berg hinunter bis zum See, in den er augenblicklich eintauchte. Seither ist er dort kaum noch herauszukriegen, zieht selig seine Bahnen, taucht, spielt mit Ästen, klettert auf die umliegenden Felsen, schaut sich ein wenig im Wäldchen um und kehrt dann schnell wieder ins Wasser zurück. Kurzum: Hier fühlte er sich von Anfang an pudelwohl. Erst jetzt schien er in seiner neuen Heimat wirklich angekommen zu sein und schneller heimisch zu werden, als alle in ihren kühnsten Träumen vermutet haben.

 

 

 

Erst im Wasser fühlt sich Wilbär wirklich zu Hause

Wilbärs 1. Tag, Teil 2

16.05.2009

Samstag, 16.5., abends: Dass Wilbär seinen eigenen Kopf – um nicht zu sagen Dickschädel – hat, wissen seine Stuttgarter Tierpfleger schon lange. Jetzt wissen es auch seine neuen Tierpflegerinnen im Orsa Bärenpark. Denn während man sich hier eine mehrere Tage dauernde Eingewöhnung in den kleineren Innen- und Außengehegen vorgestellt hatte, stellte sich Wilbär das ganz anderes vor. Anstatt sich vorsichtig und schrittweise ins neue Revier vorzutasten, war ihm das kleine Eingewöhnungsgehege schnell zu langweilig – vor allem, da ihm hier ein Wasserbecken für sein gewohntes täglich Bad fehlte. Obendrein kündigte sich sein erster Sonntag in Schweden als sehr sonniger und warmer Tag an: kein ideales Klima für einen Eisbären ohne kühlen Swimmingpool. Also schmiedeten Wilbärs bisherige und neue Tierpfleger gemeinsam Plan B: Wilbär sollte früher als ursprünglich angedacht das kleinere und ruhigere der beiden großen Freigehege betreten dürfen (Im anderen ist Ewa schon seit einigen Tagen zu sehen). Dieses Gehege mit See, Fluss, Felsen und Hängen soll später Weibchen und Jungtieren abseits vom wenig kinderfreundlichen Eisbärvater einen geschützten eigenen Lebensraum bieten. Hier würde Wilbär also mit Sicherheit seinen Entdeckerdrang besser befriedigen können, bei Bedarf trotzdem genügend Verstecke finden und vor allem: kühles Nass in Hülle und Fülle.

Dieses große Gehege mit Schneeberg bewohnt derzeit Ewa

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