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Dickhäuter und nichtafrikanische Huftiere

Die Bezeichnung Dickhäuter ist eine ursprüngliche Einteilung für Elefanten, Flusspferde, Nashörner, Schweine und Tapire. Die Dickhäuter der Wilhelma leben in zwei Häusern, dem Elefantenhaus und dem Flusspferdhaus. Im Elefantenhaus leben die asiatischen Elefantendamen und Publikumslieblinge Molly, Zella und Pama, die vierte im Bunde Vilja, starb am 10.7.2010. Sie war mit 61 Jahren die älteste asiatische Elefantkuh in einem europäischen Tiergarten. Mit ihr und zwei anderen Elefanten begann im Jahr 1952 die Elefantenhaltung der Wilhelma.

Im gleichen Haus leben die Indischen Panzernashörner - zur Zeit bestehend aus dem Zuchtpaar Sani und Bruno und dem jeweiligen gemeinsamen Nachwuchs. Die Nashornzucht der Wilhelma ist sehr erfolgreich. Seit 1971 wurden insgesamt 16 Nashornbabys hier geboren (Stand Januar 2010). Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der vom Aussterben bedrohten Tierart.

Im Flusspferdhaus leben unter anderem die Flusspferde, die früher auch Nilpferde hießen, doch heute am Nil ausgestorben sind. Flusspferde haben die Eigenschaft, jedes saubere Wasser sofort mit ihrem Kot zu markieren. Daher liegen sie tagsüber meist in einer trüben Brühe. Neben dem Flusspferdzuchtpaar Mike und Rosi gibt es noch Hannibal, das kleinere Zwergflusspferd. Außerdem lebt hier noch ein Schabrackentapir und eine Hirschebergruppe, die zur Familie der Schweine gehören. Die Hirscheber von der indonesischen Insel Sulawesi bekommen regelmäßig Nachwuchs, was nur wenigen Zoos gelingt.

Die nichtafrikanischen Huftiere leben auf der so genannten Ranch, einer Außenanlage die oberhalb des Flusspferdhauses beginnt und sich bis zum Eingang des Schaubauernhofes erstreckt. Auf diesen Flächen leben Takine, Onager, Anoa und Bisons.

Der ursprüngliche Lebensraum der Takine ist der Himalaja, wo diese Tiere oft in Herden von bis zu 100 Individuen leben. Takine sind hervorragende Kletterer.

Eine weitere Huftierart aus Asien ist der Onager. Onager sind Halbesel und gehören zu den seltensten Tieren der Welt: In ihrer eigentlichen Heimat, den Wüsten und Halbwüsten des Iran, leben heute nur noch etwa 600 Tiere. In den Zoos leben weltweit weitere 150 Individuen. Wie die Onager sind auch die Anoas vom Aussterben bedroht. Der Anoa ist die zierlichste und kleinste Wildrindart. Wild lebende Anoas gibt es, wie die Hirscheber, nur auf der indonesischen Insel Sulawesi.

Auf dem Weg zum Schaubauernhof liegt die Wiese der Bisons. Der Bison ist ein Wildrind, das früher sehr zahlreich auf den offenen Weiden Nordamerikas zu finden war. Durch die Besiedlung der Weißen und die Verdrängung der Indianer gingen die Bisonbestände dramatisch zurück. Nur in letzter Minute gelang es den Bison vor dem Aussterben zu retten.

Steckbriefe

Tierpfleger-Sprechstunde

  • Jeweils am zweiten Mittwoch eines Monats ab 9.30 Uhr besteht die Möglichkeit, an der Elefantenanlage mit einem Elefantenpfleger zu sprechen und Fragen zu stellen.

Wussten Sie schon?

  • Manchen unserer Tiere kann man auch ganz nahe kommen: Füttern Sie Elefanten oder kuscheln Sie mit einer Boa: Das und mehr ist bei unserem Angebot "Tierbegegnungen" möglich.

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Fütterungen

  • Die Elefanten werden täglich gefüttert und gebadet. Die Uhrzeit variiert, je nach Witterung. Bitte beachten Sie die Aushänge am Elefantenhaus.