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Kleinsäuger und Nachttiere

 

Das Kleinsäuger- und Vogelhaus sowie die Nachttierabteilung sind derzeit zur Modernisierung geschlossen.

Das Kleinsäuger- und Vogelhaus wurde abgerissen und wird derzeit an derselben Stelle hinter dem Wintergarten neu errichtet. Die Nachttierabteilung soll künftig einen Platz in dem geplanten neuen Elefantenhaus erhalten.

Das Kleinsäugerhaus konnte als echter Geheimtipp abseits der Hauptbesucherwege alle, die sich für eher knuddelige Fellträger im Kleinformat interessieren, begeistern. Es begann gemütlich-besinnlich mit einem Paar Zweifingerfaultiere, das regelmäßig für Nachwuchs sorgt. Sie sind jetzt im Südamerikahaus (früher Jungtieraufzuchthaus) zu sehen. Aus der großen Gruppe der Nagetiere zeigten wir beispielsweise die seltenen und sehr possierlichen Kuba-Baumratten, schnauzbärtige Viscachas sowie die Wüsten bewohnenden Gundis aus der Familie der Kammfinger. Wer kennt schon den Großen Tanrek (oder Borstenigel) aus Madagaskar und weiß, dass ein einziges Weibchen 29 Junge in einem Wurf gebären kann? Kurzohrrüsselspringer sind unwesentlich länger als ihr Name und gehören mit ihren Knopfaugen und beweglichen Nasen in die "Top Ten"-Liste der beliebtesten Patentiere der Wilhelma. Sie sind derzeit im Giraffenhaus zu besuchen. Faultiere sind jetzt im Jungtieraufzucht und dem Amazonienhaus zu sehen.

In der Nachttierabteilung waren neben nachtaktiven Kleinsäugern und Fledertieren auch nachtaktive Wasserbewohner zu sehen. Zu den Kleinsäugern zählen die Mausmakis aus Madagaskar, die afrikanischen Zwergschläfer und australischen Beutelflughörnchen. Hauptanziehungspunkt waren natürlich die Fledertiere. Das sind nachtaktive und aktiv fliegende (also nicht nur gleitende) Säugetiere. Nur die Fledermäuse wie die fruchtfressende kleine Brillenblattnase benutzen die Echoortung zu ihrer Orientierung. Sie leben jetzt im Amazonienhaus. Vertreter der Flughunde sind der Nilflughund und der Flugfuchs mit einer Flügelspannweite von 1,5 Metern. Einige Flugfüchse sind im Schmetterlingshaus eingezogen. Die Wasserbewohner der Nachttierabteilung waren unter anderem durch die Wabenkröten, Leuchtfische, den chinesischen Riesensalamander und den urtümlich wirkenden Axolotl aus Mexiko vertreten.

Die Brillenblattnasen flattern inzwischen durch das Amazonienhaus. Die Flugfüchse sind im Schmetterlingshaus heimisch geworden.

Steckbriefe

Info

  • Die Nachttierabteilung war 1962 eingerichtet worden und zeigte damals erstmals in Europa nachtaktive Tiere durch einen Trick: Tag- und Nachtzeit waren um 12 Stunden verschoben! Zur Besucherzeit ist es dunkel, nur ein leichtes Licht, dem Mondschein vergleichbar, leuchtet. Nachts war es dann im Haus hell. Aufgrund seines baulichen Alters musste die Abteilung geschlossen werden. Sie soll an anderer Stelle neu eingerichtet werden.

Wussten Sie schon?

  • Wenn Sie ein Tier der Wilhelma unterstützen wollen, können Sie Tierpate werden.

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