Zu den Hauptinhalten springenZur Hauptnavigation springen
Pressemitteilung

Der Numbat beweist es: „Reverse the Red“ ist möglich

Wilhelma feiert Erfolg beim Artenschutz in Australien

Der Numbat ist eine gestreifte Beuteltierart aus Australien.
Foto: Perth Zoo
Weibliche Numbats verfügen über vier Zitzen, sodass sie maximal vier Jungtiere gebären und versorgen können.
Foto: Perth Zoo
Im Perth Zoo werden Numbats erfolgreich gezüchtet.
Foto: Perth Zoo
Mit rund 8 bis 9 Monaten beginnen Numbats, von ihrer Mutter unabhängig zu werden.
Foto: Perth Zoo

Der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt gilt als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die internationale Artenschutzbewegung „Reverse the Red“ verfolgt deshalb ein ehrgeiziges Ziel: Arten sollen nicht länger auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) in immer höhere Gefährdungskategorien aufsteigen – vielmehr soll dieser Trend umgekehrt werden. Dass dies gelingen kann, zeigt jetzt ein bemerkenswerter Erfolg aus Australien: Der Numbat, auch Ameisenbeutler genannt, wurde von der IUCN von der Beurteilung „Stark gefährdet“ um gleich zwei Kategorien auf „Potenziell gefährdet“ herabgestuft. Auch die Wilhelma hat dazu beigetragen.

Möglich wurde dieser Erfolg durch mehr als drei Jahrzehnte konsequenter Schutzarbeit. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Zucht- und Auswilderungsprogramm des Perth Zoos, das seit 1993 insgesamt 325 dort geborene Numbats für die Wiederansiedlung in geeigneten Lebensräumen in Westaustralien, Südaustralien und New South Wales bereitgestellt hat. Gemeinsam mit zahlreichen Naturschutzpartnern konnten mehrere neue, sich selbst erhaltende Populationen aufgebaut werden. Während Ende der 1970er Jahre nur noch rund 300 Exemplare der gut eichhörnchengroßen Beuteltiere in freier Wildbahn lebten, wird ihr Bestand heute auf 2.000 bis 3.000 Tiere geschätzt.

Die Wilhelma unterstützt den Perth Zoo seit 2025 mit 10.000 Euro pro Jahr bei diesem wichtigen Artenschutzprojekt. Die Mittel stammen aus dem Artenschutz-Euro, den die Besucherinnen und Besucher der Wilhelma mit ihrem Eintritt leisten. Sie fließen in die aufwendige Beschaffung von Termiten – der natürlichen Hauptnahrung der Numbats. Ohne diese spezielle Ernährung wäre eine erfolgreiche Zucht und die Vorbereitung der Tiere auf ein Leben in der Wildnis nicht möglich.

In der Natur ernähren sich Numbats fast ausschließlich von Ameisen und Termiten. Um den Bedarf der Zuchttiere zu decken, sammeln Mitarbeitende des Perth Zoos jede Woche die lebenden Insekten im australischen Busch. Die Jungtiere wachsen dank dieser Nahrungsquelle unter möglichst naturnahen Bedingungen heran und werden sorgfältig auf ihre spätere Auswilderung vorbereitet. Ziel ist es, ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen für ein selbstständiges Leben in ihrem natürlichen Lebensraum zu geben.

Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin erklärt: „Die Rückstufung des Numbats auf der Roten Liste ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass Artenschutz wirkt, wenn er wissenschaftlich fundiert, langfristig angelegt und international vernetzt ist. Solche Erfolgsgeschichten brauchen wir. Sie zeigen, dass wir den Rückgang bedrohter Arten tatsächlich umkehren können – ganz im Sinne von Reverse the Red“.

Trotz der erfreulichen Entwicklung bleibt der Numbat auf intensive Schutzmaßnahmen angewiesen. Die Art besiedelt heute noch weniger als ein Prozent ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets. Vor allem verwilderte Hauskatzen und Füchse stellen weiterhin eine erhebliche Bedrohung dar. Das Zucht- und Auswilderungsprogramm des Perth Zoos wird daher konsequent fortgeführt.

Download

Foto: Perth Zoo

Der Numbat ist eine gestreifte Beuteltierart aus Australien.

Foto: Perth Zoo

Weibliche Numbats verfügen über vier Zitzen, sodass sie maximal vier Jungtiere gebären und versorgen können.

Foto: Perth Zoo

Im Perth Zoo werden Numbats erfolgreich gezüchtet.

Foto: Perth Zoo

Mit rund 8 bis 9 Monaten beginnen Numbats, von ihrer Mutter unabhängig zu werden.

Bei Verwendung der Pressefotos bitte Copyright und Bildnachweis beachten (siehe auch IPTC-Daten)! Die Bilder dürfen im inhaltlichen Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung zur Veröffentlichung in Zeitungen, Zeitschriften, Reiseprospekten und Online-Portalen sowie Fernsehbeiträgen verwendet werden - bitte unbedingt dabei auf einen korrekten Bildnachweis achten. In der Regel lautet dieser "Wilhelma Stuttgart". Mitunter stellen aber auch andere Fotografinnen und Fotografen ihre Bilder zur Verfügung (siehe jeweils bei den Bildlegenden). Die Weitergabe der Fotos durch Nachrichtenagenturen ist im inhaltlichen Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung gestattet. Die kommerzielle und werbliche Nutzung sowie der Weiterverkauf durch andere Dritte, wie zum Beispiel Verlage oder auch Privatpersonen, ist nicht erlaubt.

Kontakt für Presseanfragen

Birger Meierjohann Pressestelle
Tel. +49 (0) 711-5402-124
oder per Mail:
pr@wilhelma.de