Ein Springinsfeld bei den Mähnenspringern
Nachwuchs bei nordafrikanischer Huftierart in der Wilhelma
Bei den Mähnenspringern in der Wilhelma hat sich Nachwuchs eingestellt: Seit Ende September 2025 klettert ein Jungtier zwischen seinen Artgenossen umher. Kuratorin Kerstin Ludmann erklärt: „Mähnenspringer sind von Natur aus wahre Kletterkünstler. Schon kurz nach der Geburt ist der Nachwuchs in der Lage, seiner Mutter trittsicher durch Felsen und Geröll zu folgen. “
Der auch als „Berberschaf“ bekannte Mähnenspringer ist ein Huftier, dessen natürlichen Lebensraum felsige und trockene Gebirge vom Maghreb bis tief in die Sahara bilden. Es handelt sich bei Mähnenspringern weder um Ziegen, noch um Schafe: Sie bilden eine eigene Gattung innerhalb der Ziegenartigen. Besonders die Böcke beeindrucken durch ihre dicken, bis zu 85 Zentimeter langen Hörner, die sie sowohl zur Verteidigung gegen Feinde als auch bei Revierkämpfen einsetzen. Bei Mähnenspringern tragen beide Geschlechter Hörner – bei den Weibchen sind diese aber deutlich kürzer und schmaler. Namensgebend ist die dichte „Mähne“ an Kehle und Hals, die bei den Böcken besonders ausgeprägt ist und bis zum Boden reichen kann.
Aufgrund von intensiver Bejagung und der durch den Klimawandel verstärkten Wüstenbildung wird die Art von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet eingestuft. Zwar handelt es sich um genügsame Tiere, die einen Großteil ihres Wasserbedarfs über Gräser und Blätter decken können. Dennoch ist die Konkurrenz mit Nutztieren um die wenigen Wasserstellen inmitten der Trockenlandschaften Nordafrikas ein weiterer Bedrohungsfaktor für die Art. Man geht im natürlichen Lebensraum des Mähnenspringers von lediglich 5.000 bis 10.000 Individuen aus.
In der Wilhelma sind die Mähnenspringer mit den aus dem Hochland Äthiopiens stammenden Blutbrustpavianen und den in verschiedenen Teilen Afrikas verbreiteten Klippschliefern vergesellschaftet. Die drei Arten teilen sich eine Anlage, deren Gestaltung den felsigen Gebirgslandschaften des nördlichen Afrikas nachempfunden ist. Die drei Arten haben sich gut aneinander gewöhnt: Die Mähnenspringer erhalten regelmäßig eine Fellpflege von den Blutbrustpavianen. Außerdem werden die offenbar geduldigen Tiere gerne von den Klippschliefern als gemütliche Sitzgelegenheit genutzt.
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