Gestreifte Osterküken aus dunkelgrünen Eiern
Nachwuchs bei den Emus in der Wilhelma
Kurz vor dem Osterfest sind in der Wilhelma Osterküken der außergewöhnlichen Art zur Welt gekommen: Die frisch geschlüpften Küken gehören zum Emu, der nach dem Afrikanischen Strauß zweitgrößten lebenden Vogelart der Erde. Die dunkelgrün gefärbten Eier, aus denen die Küken geschlüpft sind, entsprechen in Größe und Gewicht in etwa dem 10-bis 15-fachen eines Hühnereis. Charakteristisch für Emu-Küken ist ihr gestreiftes Gefieder, welches in den natürlichen Lebensräumen der Art eine überlebenswichtige Tarnfunktion mit sich bringt.
Anders als bei den meisten Vogelarten übernimmt ausschließlich das Emu-Männchen die Bebrütung der Eier, die oft von mehreren Weibchen in die gleiche Nistmulde gelegt werden. Über einen Zeitraum von rund acht Wochen verlässt der Hahn das Gelege kaum, reduziert seine Nahrungsaufnahme stark und sorgt kontinuierlich für die notwendige Temperatur und den Schutz der Eier. In der Wilhelma mussten dieses Frühjahr aber die Tierpflegerinnen und Tierpfleger nachhelfen. Vogel-Kurator Andreas Frei erklärt: „Unser Emu-Hahn ist ein erfahrener Vater. Er hat schon erfolgreich gebrütet und Jungvögel großgezogen. Wir waren daher sehr überrascht, als er seine Brut dieses Mal nach mehreren Wochen aufgab. Daher mussten wir die bereits angebrüteten Eier in unsere Obhut nehmen und in der Brutmaschine ausbrüten. Da wir für die Jungvögel im Innenbereich der Freiflugvolieren ein Aufzuchtgehege eingerichtet haben, können unsere Besucherinnen und Besucher die Emu-Küken durch eine Fensterscheibe aus nächster Nähe beobachten.“
In ihrer australischen Heimat besiedeln Emus vor allem offene Landschaften wie Savannen, Buschland und lichte Wälder. Als flugunfähige Laufvögel haben sie sich evolutionär an ein Leben am Boden angepasst. Ihre Nahrung ist vielfältig und umfasst neben pflanzlichen Bestandteilen auch Insekten.
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Es dauert eine Weile, bis die Emu-Küken die dicke Schale der dunkelgrünen Eier nach dem ersten Anpicken ganz durchbrochen haben.
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