Kinder- und Jugendpraxis Dogan übernimmt Gorilla-Patenschaft
Langjährige persönliche Verbindung mündet in Tierpatenschaft in der Wilhelma
Die Kinder- und Jugendpraxis Dogan aus Stuttgart hat im Mai 2026 in der Wilhelma eine Patenschaft für die Gorillas übernommen. Im Rahmen eines Besuchs nahm Praxisinhaber Dr. med. Özgür Dogan die Patenschaftsurkunde aus den Händen von Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin entgegen. Die Patenschaft unterstreicht die enge Verbundenheit zwischen der Praxis und dem Zoologisch-Botanischen Garten und setzt zugleich ein Zeichen für den Schutz bedrohter Menschenaffen.
Für Dr. Dogan ist die nun übernommene Patenschaft eng mit einer persönlichen Erfahrung verknüpft: „Mit der Gorilla-Patenschaft verbindet sich für mich eine sehr persönliche Geschichte, weil ich in der Wilhelma vor einigen Jahren bereits bei einem medizinischen Eingriff an einem Gorilla-Jungtier mitwirken durfte. Umso mehr freut es mich, dass daraus nun über meine Kinder- und Jugendpraxis Dogan eine bleibende Verbundenheit mit der Wilhelma entsteht“, erklärt Dr. med. Özgür Dogan, der 2014 gemeinsam mit dem Wilhelma-Tierarzt Dr. Tobias Knauf-Witzens ehrenamtlich eine Lymphknotenbiopsie beim Gorilla-Jungtier Okanda durchführte. Da die Menschenaffen dem Menschen physiologisch so ähnlich sind, erhält die Wilhelma regelmäßig Unterstützung von Expertinnen und Experten aus der Humanmedizin.
„Patenschaften sind ein wichtiger Baustein, um die Weiterentwicklung der Wilhelma zu unterstützen“ betont Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Gleichzeitig helfen sie dabei, auf die Bedrohung von Arten aufmerksam zu machen und für ihren Schutz zu werben.“
Bei den in der Wilhelma gehaltenen Gorillas handelt es sich um Westliche Flachlandgorillas, die aus den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas stammen. Gorillas zeichnen sich durch eine ausgeprägte Sozialstruktur aus, in der Familiengruppen von einem dominanten Silberrückenmännchen geführt werden. In zoologischen Gärten leisten moderne Haltungskonzepte einen wichtigen Beitrag zur Erforschung von Verhalten, Gesundheit und Fortpflanzung dieser laut Weltnaturschutzunion IUCN vom Aussterben bedrohten Tiere. Gorillas gelten als Schirmarten für den Schutz ihrer Lebensräume: Ihr Erhalt trägt dazu bei, ganze Ökosysteme der tropischen Regenwälder zu bewahren, die durch Abholzung, Wilderei und Krankheiten zunehmend unter Druck geraten. Zoologische Einrichtungen wie die Wilhelma engagieren sich daher nicht nur in internationalen Erhaltungszuchtprogrammen, sondern auch in Schutzmaßnahmen in den natürlichen Habitaten der Menschenaffen.
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