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Pflanzenvielfalt: Kornelkirsche
Kornelkirsche (Cornus mas)

Kornelkirsche

Die Kornelkirsche gehört zu den ersten einheimischen Blühern im Jahr. Der maximal acht Meter hohe Strauch ist bereits im März, noch vor dem Blattaustrieb, über und über mit Blütenständen aus gelben, vierstrahligen, nur wenige Millimeter großen Einzelblüten übersät – eine willkommene erste Nahrungsgrundlage für unsere Bienen und andere Insekten nach dem langen Winter. In dieser Zeit geht ein leichter Honigduft von der Kornelkirsche aus. Der Strauch entwickelt bis zu 20 Zentimeter dicke Stämme. Die elliptischen Blätter sind spitz zulaufend und bis zehn Zentimeter lang. Sie werden im Herbst abgeworfen. Vorher verfärben sie sich manchmal, aber nicht immer, nach Gelb oder Orange.

Die Früchte sehen zwar aus wie Kirschen und haben zum deutschen Namen des Strauchs geführt, dennoch ist er nicht näher mit den eigentlichen Kirschen verwandt, sondern gehört zu den Hartriegelgewächsen. Die säuerlichen Früchte sind etwas in die Länge gezogen, zwei Zentimeter lang und zur Reife dunkelrot. Sie sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele einheimische Tiere, werden seit jeher aber auch vom Menschen pur gegessen oder zu Konfitüren, Limonaden und Obstbränden verarbeitet.

Kornelkirschen haben das härteste und dichteste Holz aller europäischen Gehölze. Es geht in Wasser unter. Es war schon in der Antike berühmt und wurde beispielsweise zu Waffen geschnitzt. Der Bogen des Odysseus soll aus ihm gefertigt gewesen sein – er war so hart, dass nur der Sagenheld selbst ihn spannen konnte. Später wurde das Holz für Spazierstöcke sehr populär.

Da die Kornelkirsche schon seit Jahrtausenden genutzt wird, sind eine ganze Reihe von Zuchtformen entstanden. Auch im Deutschen gibt es eine fast unüberschaubare Vielzahl anderer Bezeichnungen für diesen Strauch. Herkunft und „richtige“ Betonung des häufigsten Namens „Kornelkirsche“ sind nicht vollständig geklärt, gehen aber bereits auf die Alten Römer zurück.

Kornelkirsche - Cornus mas

Familie:
Hartriegelgewächse (Cornaceae)
Heimat:
Mittel- und Südosteuropa
Blütezeit:
März/April
Lebensraum:
sonnige Hänge im Buschland, Hecken, lichte Wälder und Waldränder, häufig auf kalkhaltigen Böden
Besonderheit:
Erst die vollreifen bis überreifen Früchte entfalten das volle Aroma. Daher sammelt man Kornelkirschen am besten, wenn sie frisch vom Strauch gefallen sind.
Standort:
als Formgehölz geschnitten am Maurischen Landhaus und auf den Subtropenterassen

Hier wachse ich

Bepflanzung vor dem Maurischen Landhaus

Maurischer Garten und Maurisches Landhaus

Das Maurische Landhaus wurde als Badhaus geplant, dann aber als Wohnhaus erbaut. Schon zu Zeiten König Wilhelms I. war der zentrale Wohntrakt beidseitig von Gewächshäusern eingerahmt. Heute beherbergt der gesamte Bau fünf in sich abgeschlossene Pflanzenhäuser sowie zahlreiche tropische Vögel. Vor dem Landhaus entfaltet sich der Maurische Garten mit dem Seerosenbecken. Die historischen Leuchter, Kandelaber genannt, die große Freitreppe, die vielen Skulpturen und die landschaftsarchitektonische Anordnung der Wege, Brunnen und Pflanzen machen ihn zu einem echten Glanzstück.

Blick auf die Subtropenterrassen und das Belvedere

Subtropenterrassen

Palmen, Zypressen und Feigenbäume gedeihen auf den sonnenreichen Subtropenterrassen der Wilhelma. Die windgeschützte, helle Lage bietet ideale Bedingungen für die südländischen
Gewächse. An Tierskulpturen und historischen Brunnen vorbei führt der Weg über geschwungene Treppen zum Pavillon Belvedere. Von hier hat man eine herrliche Aussicht über die gesamte historische Wilhelma und das Neckartal bis zur Grabkapelle auf dem Württemberg.