
Fuchsweber
Lange Zeit wurde der Fuchsweber (Ploceus castaneofuscus) als Unterart des Vieillotwebers (Ploceus nigerrimus) geführt, doch seit kurzem wird er nun als eigenständige Art anerkannt. Der Fuchsweber lebt in großen Kolonien, die meistens einen einzelnen, hohen Baum besiedeln. Die Männchen sind für den Nestbau verantwortlich und kreieren aus Gräsern und anderen Pflanzenmaterialien kugelförmige Nester mit einer Öffnung nach unten. Diese kunstvoll gebauten Nester dienen als Brutplätze. Die Weibchen wählen aus den Nester der Männchen die schönsten und sichersten aus, um ihre Eier abzulegen und ihre Jungen großzuziehen. Interessanterweise dient der Nestbau nicht nur der Fortpflanzung, sondern auch als eine Art „Statussymbol“: Männchen mit besonders gut gebauten Nester haben bessere Chancen, Weibchen anzulocken.
Fuchsweber - Ploceus castaneofuscus
- Systematik:
- Webervögel
- Lebensraum:
- Baum- und Buschland
- Verbreitung:
- Sierra Leone bis Nigeria
- Nahrung:
- Insekten, Früchte und Samen
- Fortpflanzung:
- Polygyn, 2 Eier
- Sozialstruktur:
- Kolonien
- Bestand:
- stabil
Gefährdung
Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.
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Welt der Vögel
Die Vielfalt der Vögel ist immens. Fast 10.000 Arten sind bis heute weltweit beschrieben. Eingebettet in den den historischen Teil der Wilhelma zwischen Haupteingang, Wilhelma-Theater und Seelöwenbecken kann die Welt der Flugkünstler vom kleinen Wiedehopf bis zum langhalsigen Emu erkundet werden.