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Tierart: Vikunja
Ein Vikunja steht mit einem Mara auf der Weide
Foto: Birger Meierjohann

Vikunja

Vikunjas in der Wilhelma
Auf der Südamerika-Anlage der Wilhelma sind ab sofort Vikunjas zu sehen.
Vier Vikunjas vor ihrem Stall
Foto: Birger Meierjohann
Eine Gruppe von Vikunjas steht auf einer Weide.
Ein Vikunja steht zusammen mit einem Nandu auf der Weide
Foto: Birger Meierjohann
Vikunja und Nandu

Die Vikunja (Vicugna vicugna) ist die wilde Urform des heutigen Alpakas und bekannt für ihre außergewöhnlich feine Wolle, die bereits in der Inka-Zeit so kostbar war, dass sie ausschließlich von Adligen getragen werden durfte – sie galt als „Stoff der Götter“. In den kargen Höhenlagen der Anden auf über 4.000 Metern haben sich diese grazilen Tiere perfekt an die extremen Bedingungen angepasst, indem sie Feuchtigkeit aus Pflanzen aufnehmen und selbst mit minimalem Wasser auskommen.

Vikunja - Vicugna vicugna

Systematik:
Kamele
Lebensraum:
Hochgebirgige Regionen über 4.000 Meter, vor allem in alpinen Graslandschaften und offenen Hochlandebenen
Verbreitung:
Südamerika, hauptsächlich in den Anden von Peru, Bolivien, Chile und Argentinien
Nahrung:
Gräser, Kräuter und Sträucher
Fortpflanzung:
Paarung in den Sommermonaten, Tragzeit: ca. 11 Monate, 1 Jungtier pro Wurf
Sozialstruktur:
Gruppen von 5 bis 20 Tieren, die von einem dominanten Männchen geführt werden
Bestand:
Bestände stabil, aber durch Lebensraumverlust, illegale Jagd und Konkurrenz mit Weidetieren gefährdet

Gefährdung

Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.

Hier wohne ich

Großer Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla)

Südamerika

Das lang gestreckte Südamerika erstreckt sich über fast alle Klimazonen und zeichnet sich durch sehr vielfältige Landschaften aus. So unterschiedlich ist auch die dort heimische Tierwelt. Bewohner der Pampa zeigt die Wilhelma auf ihrer großen Gemeinschaftsanlage. Die Mähnenwölfe gegenüber stammen ursprünglich aus der Savanne, die Brillenbären aus den Bergen.