
Vikunja
Die Vikunja (Vicugna vicugna) ist die wilde Urform des heutigen Alpakas und bekannt für ihre außergewöhnlich feine Wolle, die bereits in der Inka-Zeit so kostbar war, dass sie ausschließlich von Adligen getragen werden durfte – sie galt als „Stoff der Götter“. In den kargen Höhenlagen der Anden auf über 4.000 Metern haben sich diese grazilen Tiere perfekt an die extremen Bedingungen angepasst, indem sie Feuchtigkeit aus Pflanzen aufnehmen und selbst mit minimalem Wasser auskommen.
Vikunja - Vicugna vicugna
- Systematik:
- Kamele
- Lebensraum:
- Hochgebirgige Regionen über 4.000 Meter, vor allem in alpinen Graslandschaften und offenen Hochlandebenen
- Verbreitung:
- Südamerika, hauptsächlich in den Anden von Peru, Bolivien, Chile und Argentinien
- Nahrung:
- Gräser, Kräuter und Sträucher
- Fortpflanzung:
- Paarung in den Sommermonaten, Tragzeit: ca. 11 Monate, 1 Jungtier pro Wurf
- Sozialstruktur:
- Gruppen von 5 bis 20 Tieren, die von einem dominanten Männchen geführt werden
- Bestand:
- Bestände stabil, aber durch Lebensraumverlust, illegale Jagd und Konkurrenz mit Weidetieren gefährdet
Gefährdung
Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.
Hier wohne ich

Südamerika
Das lang gestreckte Südamerika erstreckt sich über fast alle Klimazonen und zeichnet sich durch sehr vielfältige Landschaften aus. So unterschiedlich ist auch die dort heimische Tierwelt. Bewohner der Pampa zeigt die Wilhelma auf ihrer großen Gemeinschaftsanlage. Die Mähnenwölfe gegenüber stammen ursprünglich aus der Savanne, die Brillenbären aus den Bergen.


