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Tierart: Zebramanguste

Zebramanguste

Zebramangusten unternehmen alles gemeinsam. Tagsüber gehen sie in Verbänden von bis zu 20 Tieren auf die Jagd. Die einzelnen Gruppenmitglieder bleiben dabei durch zwitschernde Laute auch in unübersichtlichem Gelände in ständigem Kontakt. Mit großer Ausdauer werden Grasbüschel, Erdlöcher, Wurzelballen und Steine nach Fressbarem durchsucht beziehungsweise umgedreht. Größere Beute wie zum Beispiel Schlangen werden von allen Gruppenmitgliedern gemeinsam überwältigt. Hartschalige Nahrungsteile wie Vogeleier oder Gehäuseschnecken werden mit den Vorderbeinen ergriffen und mit viel Schwung nach rückwärts gegen einen harten Gegenstand geworfen.


Die Nacht verbringt die Gruppe zusammen in einem alten Termitenbau, aber auch in Felsspalten oder in selbst gegrabenen Erdhöhlen. Hier kommen auch die anfangs blinden und hilflosen Jungen zur Welt. Die Aufzucht eines Wurfes ist Sache der gesamten Familie, die Jungen werden von allen nach der Jagd zum Bau zurückkehrenden Weibchen gesäugt. Mit etwa drei bis vier Monaten beteiligen sie sich zum ersten Mal an den Ausflügen der Erwachsenen.

Zebramanguste - Mungos mungo

Systematik:
Schleichkatzen
Lebensraum:
Busch- und Grassavannen, Kulturland
Verbreitung:
Teile Afrikas
Nahrung:
Insekten, kleine Wirbeltiere, Eier
Fortpflanzung:
drei bis fünf, Tragzeit ca. 56 Tage
Sozialstruktur:
territoriale Familienverbände
Bestand:
gesichert
Besonderheit:
Gruppenmitglieder werden mit Analdrüsensekret markiert

Gefährdung

Die 1964 erstellte Rote Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) hat sich zur umfassendsten Informationsquelle über den globalen Erhaltungszustand von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten entwickelt. In ihr sind mittlerweile über 40.000 Spezies gelistet und gibt Auskunft über deren Verbreitungsgebiet, Populationsgröße, Lebensraum und Ökologie, Nutzung und/oder Handel, Bedrohungen und Erhaltungsmaßnahmen. Sie ist ein wichtiges Indikator für den Zustand der biologischen Vielfalt unserer Welt und ist zudem ein Instrument, um diese Vielfalt dauerhaft zu erhalten.