04.09.2019
Wilde Wochenenden: Welt-Geiertag und Aktionstag Bienen

Sie leben auf Feuerland und im Grand Canyon, im Himalaya und in den Alpen: Insgesamt 23 Geierarten gibt es weltweit auf fünf Kontinenten. Doch das Überleben wurde den Greifvögeln in den vergangenen Jahrzehnten schwerer gemacht: 16 Arten sind inzwischen stark gefährdet. Zum Welt-Geier-Tag am Samstag, 7. September, stehen die faszinierenden Tiere daher in der Wilhelma im Mittelpunkt eines Thementages. Von 11 bis 16 Uhr wird an einem Info-Stand vor der Geiervoliere erklärt, warum diese Vögel häufig kahle Köpfe haben und welche wichtige Rolle sie im Ökosystem spielen. Denn indem sich die Aasfresser von Tierkadavern ernähren, sorgen sie für die Gesundheit der anderen Bewohner in ihren Lebensräumen. Was die Gänsegeier im Zoologisch-Botanischen Garten fressen, können die Wilhelma-Gäste eindrucksvoll während der Kommentierung der Greifvogelfütterung beobachten, die um 14 Uhr vor der Adlervoliere startet. Eine Fotowand mit einem Kapgeier in Lebensgröße lädt außerdem dazu ein, sich mit der beeindruckenden Flügelspannweite dieser Geierart zu messen.

Vorgestellt wird auch das Schutzprojekt „VulPro“ (Vulture Conservation Programm) in Südafrika, das unter anderem die dort beheimateten Geierkolonien überwacht und verletzte Tiere aufnimmt, um sie wieder auszuwildern. Dabei ist auch die Aufklärung der Bevölkerung wichtig, denn Geier werden nicht nur Opfer von Wilderei, sondern sterben auch an ausgelegten Giftködern oder verfangen sich in Stromleitungen. Die Arbeit von „VulPro“ fördert die Wilhelma dank ihrer Besucherinnen und Besuchern, die beim Kartenkauf einen Artenschutz-Euro spenden.

Um das geheimnisvolle Leben der Bienen dreht sich dagegen der Aktionstag am Sonntag, 8. September. Dann geben Tobias Miltenberger und David Gerstmeier von der Imkerei „Summtgart“ Einblicke in die artgerechte Bienenhaltung und nachhaltige Honigproduktion. Von 11 bis 16 Uhr erklären die beiden Imker in der Wilhelmaschule, wie sich Bienen tänzerisch verständigen und warum Pflanzen für ihre Bestäubung auf die summenden Helfer angewiesen sind. Wer mit den Insekten auf Tuchfühlung gehen möchte, kann zudem einen Blick in die Bienenstöcke der Wilhelma werfen. Die 45-minütigen Führungen starten jeweils um 12 Uhr, 13.30 Uhr und 15 Uhr an der Wilhelmaschule.

Die Teilnahme an den Thementagen ist wie immer bereits im Eintrittspreis für die Wilhelma enthalten. Eine Anmeldung ist nicht nötig.


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