10.10.2019
Vorführung: Wie Spürhunde helfen, die Berggorillas zu retten

Selbst in Schutzgebieten wie dem Virunga-Nationalpark in Zentralafrika sind die letzten Berggorillas nicht vor Wilderern sicher. Immer wieder müssen Ranger eingreifen, um die bedrohten Menschenaffen vor dem Schlimmsten zu bewahren. Eine wichtige Stütze sind für die Parkwächter Spürhunde, die sie auf die Fährte der Wilderer führen. Wie das Projekt Congohounds funktioniert und wie es von der Wilhelma gefördert wird, ist jetzt bei den Wilden Wochenenden im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart aus erster Hand zu erfahren. Marlene Zähner, die Trainerin der hochspezialisiert ausgebildeten Hunde, kommt am Samstag und Sonntag, 12./13. Oktober, mit zwei der Spürnasen in die Wilhelmaschule. Jeweils ab 15 Uhr berichtet sie mit Filmen und Fotos von ihren vielen Erfahrungen und Erlebnissen aus der Demokratischen Republik Kongo im Einsatz für die Berggorillas. Im Anschluss führt sie vor, was ihre Bluthunde und Springer-Spaniels ausmacht.

Die allein schon durch ihr Äußeres eindrucksvollen Bluthunde sind mit ihrem erstaunlichen Geruchssinn bestens für die Fährtensuche ausgestattet. Mit ihnen folgen die Parkranger bei dem sogenannten „Mantrailing“ den Spuren der Wilderer. Die Springer-Spaniel sind wiederum die Experten, wenn es darum geht Gegenstände wie Waffen oder Elfenbein aufzuspüren. Davon können sich die Besucherinnen und Besucher bei der Präsentation an der Wilhelmaschule  überzeugen. Die Teilnahme an dem Aktionstag ist bereits im Eintrittspreis enthalten. Wer beim Kauf der Eintrittskarte für die Wilhelma einen Artenschutz-Euro bezahlt, leistet damit einen Beitrag zu Schutzprogrammen rund um den Globus, die von der Wilhelma fachlich ausgewählt und über Jahre begleitet werden.

Das Congohounds-Programm ist von der Weltzoo-Organisation WAZA offiziell anerkannt. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Gorillas im Virunga-Nationalpark von weniger als 500 auf rund 1000 gestiegen –nicht zuletzt dank der Spürhunde, die maßgeblich zur Verbesserung der Situation beitragen. Weitere Informationen zu dem Projekt mit Sitz in der Schweiz gibt es im Internet unter www.congohounds.ch.