04.12.2019
Adventsstimmung mit Christsternen und Sankt Nikolaus

Eine besinnliche Atmosphäre herrscht am zweiten Adventswochenende in der Wilhelma in Stuttgart: Im Wintergarten blühen die Weihnachtssterne, während die Wilhelmaschule mit Bastel- und Geschenkideen auf die Festtage einstimmt. Den Auftakt für die Adventsaktionen bildet am Freitag, 6. Dezember, der Besuch eines ganz besonderen Gastes: Prächtig im Bischofsgewand zieht Sankt Nikolaus zwischen 13 und 15 Uhr durch den Zoologisch-Botanischen Garten und bringt für die Kinder kleine Überraschungen mit.

Auch am Samstag, 7. Dezember, kann man in den historischen Parkanlagen auf den heiligen Mann treffen. Zwischen 14 und 15.30 Uhr schaut Sankt Nikolaus mit dem Christkind an seiner Seite bei einigen Tieren vorbei und freut sich auf gemeinsame Fotos mit großen und kleinen Wilhelma-Gästen. Bereits um 11 Uhr beginnt an diesem Samstag zudem die weihnachtliche Bastelwerkstatt mit Adventsbasar in der Wilhelmaschule. Gegen einen Unkostenbeitrag können dort bis 16 Uhr Grußkarten mit Tiermotiven oder Anhänger aus Wickeldraht gestaltet werden. Kreative Geschenke für Tierfreunde hält der Basar bereit, darunter Sommerblüten-Honig von Wilhelma-Bienen, Gorilla-Fußabdrücke aus Gips, Schlüsselanhänger aus Stoff, Orang-Utan-Kaffee und Bienenwachstücher. Auch am Sonntag, 8. Dezember, öffnet die Wilhelmaschule noch einmal von 11 bis 16 Uhr ihre Türen für das Mitmachprogramm. Die Erlöse fließen in die Wilhelma-Projekte zum Erhalt bedrohter Arten. Für die Teilnahme genügt der normale Eintrittspreis: In der Weihnachtszeit ist das der günstige Wintertarif mit 15 Euro für Erwachsene und 5,50 Euro für Kinder.

In den Wintergarten locken derweil die prachtvollen Weihnachtssterne, die den grünen Moosfarnteppich zwischen Palmen und Bananenstauben mit roten und weißen Farbtupfern sprenkeln. Mit über 100 Poinsettien, als Topfpflanzen, Büsche oder Hochstämme präsentiert, zeigen die Gärtnerinnen und Gärtner die vielfältigen Ausprägungen der beliebten Zimmerpflanze. Als Wildform, die ursprünglich aus Mexiko stammt, wächst der Weihnachtsstern als immergrüner Strauch und wird bis zu drei Meter hoch. Zur Blütezeit färben sich die Hochblätter rund um die unscheinbaren, gelben Blüten tiefrot, um Bestäuber anzulocken. Die heute bekannten Formen und Tönungen sind dagegen Ergebnisse züchterischer Veränderung. So zeigen sich die Hochblätter inzwischen gerundet, lanzettförmig oder gekräuselt in strahlendem Weiß oder zartem Rosa, gepunktet oder gestreift. Die Sorte „Princettia“ beispielweise sticht mit ihrem satten Pink besonders hervor und ist häufig im Miniaturformat zu haben. Sie gehört zu den Neulingen in der diesjährigen Schau und bildet einen modernen Kontrast zu den traditionellen roten Weihnachtssternen. Bis Heilige Drei Könige sind die Poinsettien zu bestaunen und bieten vielleicht auch eine Anregung für die Dekoration des heimischen Wohnzimmertischs.