03.08.2022
Das Gesehene verstehen: Ferienprogramm der Wilhelmaschule

Mit den Ferien ist auch das Sommerprogramm der Wilhelmaschule angelaufen. Mit spannenden Exponaten aus der Tier- und Pflanzenwelt lockt das pädagogische Team des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart Kinder und Erwachsene gleichermaßen zum Aktionszelt neben dem Maurischen Landhaus. In den nächsten Wochen stehen jeweils montags bis freitags von elf bis 17 Uhr verschiedene Themen im Mittelpunkt, die unsere Flora und Fauna begreifbar machen.

Im Zeichen tropischer Nutzpflanzen, wie sie direkt nebenan im Maurischen Landhaus zu betrachten sind, steht die Woche vom 8. bis 12. August. Kaffee kennen wohl heutzutage alle. Doch wer weiß auch, wie ein Kaffeestrauch aussieht und dass dessen Bohnen aus Kirschen kommen? Oder welche Bestandteile von Bananenstaude und Kokospalme außer den leckeren Früchten verarbeitet werden? Eine Woche später dreht sich vom 15. bis zum 19. August alles um die faszinierende Welt der Fische. Hier gibt die Wilhelmaschule Einblick in den extrem vielseitigen Lebensraum „Wasser“ und macht besser verständlich, was im Aquarium der Wilhelma mit seinen 700 Arten von Fisch sowie Amphibien und Wirbellosen zu beobachten ist. Dort sind alle Lebenswelten am und im Wasser von Fluss über See bis zum Meer zu erkunden.

Den Abschluss bilden die Reptilien und Amphibien in der Woche vom 22. bis 26. August. Der „Bauplan“ von Reptilien ist so erfolgreich, dass er zum Teil schon seit Millionen Jahren unverändert ist. Trotzdem sind sie sehr modern: Immerhin „tanken“ sie Solarenergie, um ihre Körpertemperatur zu regulieren. Interessierte können sich am Aktionsstand die abgestreifte Haut einer Schlange ertasten und den Panzer einer Schildkröte erkunden. Ihre Schuppen schützen Reptilien vor extremer Hitze, so dass sie auch in Wüsten überleben. Ganz anders Amphibien: Frösche und Molche etwa sind perfekt an feuchte Biotope angepasst. Über ihre dünne, wasserdurchlässige Haut decken sie nicht nur ihren Flüssigkeitsbedarf, sondern unterstützen auch ihre Atmung. So haben sich Reptilien und Amphibien für unterschiedliche Lebensräume optimiert.

Dazu gibt es wöchentliche Malwettbewerbe: Sechs- bis zwölfjährige Kinder dürfen dabei ihre Lieblingstiere und -pflanzen aus dem Kreis der jeweils präsentierten Arten in ihrem natürlichen Lebensraum malen, den sie durch Aktionswoche kennengelernt haben. Zu gewinnen gibt es Freikarten für die Wilhelma.

Darüber hinaus wird vor Ort wöchentlich ein anderes Artenschutz-Projekt präsentiert, das die Wilhelma und ihr Förderverein unterstützen. Denn viele Tierarten sind in der Natur stark gefährdet, sogar vom Aussterben bedroht. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, finanziert die Wilhelma nicht nur Artenschutzprojekte, sondern klärt über die Arbeit vor Ort auf und gibt den Artenschützerinnen und Artenschützern eine Plattform, um auf ihre Ansätze aufmerksam zu machen, die Tiere und ihren Lebensraum zu schützen.

Das Sommerferienprogramm ist im regulären Eintrittspreis inbegriffen.