24.01.12
Persischer Leopardkater Saracen gestorben

Am 16. Januar starb mit dem Nordpersischen Leopardkater Saracen der Vertreter einer der seltensten Raubkatzenarten der Erde. Saracen wurde für einen Leoparden mit 17,5 Jahren ziemlich alt. Er hatte seit 2001 in der Wilhelma gelebt und hier mit der Leopardenkatze Mesched vier Junge gezeugt.

Geboren wurde Saracen am 25. Mai 1994 in Bristol, danach lebte er bis 2001 im Londoner Zoo, von wo er 2001 in die Wilhelma kam. Als seltene, bedrohte Art nehmen auch Nordpersische Leoparden am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm teil. Dieses koordiniert beispielsweise, welche Tiere als geeignete Zuchtpartner in einem Zoo zusammenleben. Der Geburtszoo ist und bleibt dabei in der Regel im Besitz eines Tieres, auch Saracen lebte als sogenannte Zuchtleihgabe (Breeding Loan) in Stuttgart. Seit November 2011 war er in tierärztlicher Behandlung wegen Wasseransammlungen im Körper (Polyserositis), die aber leider erfolglos blieb. Da Saracen eine für Leoparden untypische, besondere Fellzeichnung besaß, hat sein Besitzerzoo in Bristol gewünscht, dass er nach dem Tod zurück nach England kommt, um dort voraussichtlich präpariert zu werden.

Für Mesched sucht das EEP nun einen neuen geeigneten Partner. Sie wurde 2000 im Zoo in Münster geboren, ist noch nicht ganz zwölf Jahre alt und könnte noch weitere Junge bekommen. Einsam fühlt sie sich nun nach Saracens Tod aber nicht, denn sie bewohnt in der Wilhelma ohnehin ein eignes Gehege und traf nur zur Paarungszeit mit Saracen zusammen. Leoparden leben auch in der Natur als Einzelgänger und die beiden Geschlechter gehen sich die meiste Zeit des Jahres eher aus dem Weg.

 

 


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