27.06.19
Kaffee und Karambole: Vom Regenwald auf den Küchentisch

Von der kleinen Bromelie bis zum gigantischen Urwaldriesen reicht die vielfältige Pflanzenwelt der tropischen Regenwälder. Früchte und Gewürze gedeihen ebenfalls in dem feuchtwarmen Klima des grünen Dschungels. Einige davon landen auch bei uns auf dem Küchentisch. Wie Kaffee, Sternfrucht oder Vanille in ihrer tropischen Heimat heranwachsen, kann man in der Wilhelma in Stuttgart auch ohne Reisen in ferne Länder erleben. Am kommenden Samstag und Sonntag, 29./30. Juni, werden einige dieser exotischen Nutzpflanzen in der Reihe der Wilden Wochenenden genauer vorgestellt.

Von 11 bis 16 Uhr können die Gäste in der Wilhelmaschule diese botanischen Exoten und ihre reichhaltigen Aromen mit allen Sinnen kennenlernen und versuchen, verschiedene Pflanzen und Gewürze an ihrem Duft zu erkennen. Ausgewählte Früchte dürfen sie sogar verkosten. Außerdem erfährt man, wo die tropischen Pflanzen wachsen und welche Rohstoffe man aus ihnen gewinnt. So stammen beispielsweise die Fasern der Baumwolle nicht etwa von Bäumen, sondern von Sträuchern. Baumwolltaschen zum Mitnehmen können Kinder gegen einen Beitrag von zwei Euro an den Aktionstagen mit Kartoffeldruck selbst gestalten, solange der Vorrat reicht. Zugunsten bedrohter Arten gibt es zudem Wilhelma-Schokolade aus fair gehandeltem Kakao zum Sonderpreis zu erwerben.

Wer die Bäume und Sträucher einmal im Ganzen betrachten möchte, kann auch bei der tropischen Nutzpflanzenschau des Maurischen Landhauses vorbeischauen. Am Sonntag findet man dort zudem das Nutzpflanzen-Mobil des Fördervereins, an dem ehrenamtliche Wilhelmabegleiter spannende Details über die exotischen Gewächse bereithalten. Mit dem neu erworbenen Wissen kann man danach auf dem Gelände des Zoologisch-Botanischen Gartens auf Erkundungstour gehen – und vielleicht selbst herausfinden, warum man die Vanille bei den Orchideen suchen muss und die Ananas zu den Bromeliengewächsen zählt.

Die Teilnahme am Thementag ist bereits im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten. Spenden für den Artenschutz werden dennoch sehr gerne entgegengenommen.

 


Share/Bookmark