12.03.2014

Eisbärmann aus München zieht vorübergehend in Stuttgart ein

Nach dem tragischen Tod des Eisbären Anton hat die Wilhelma durch Vermittlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms sehr kurzfristig die Möglichkeit erhalten, der Eisbärin Corinna einen neuen Gefährten zur Seite zu stellen: den Eisbären Yoghi, der heute aus dem Münchener Tierpark Hellabrunn angereist und wohlbehalten in Stuttgart gelandet ist. Dabei handelt es sich allerdings um ein Arrangement auf Zeit, durch das beiden Einrichtungen und deren Tieren gedient ist. Denn Yoghi, der Ende letzten Jahres Vater von zwei Eisbärjungen wurde, muss in München derzeit allein in einem separaten Gehege leben: Für die Jungtiere sind bei Eisbären auch die Väter potenziell gefährlich. Und wenn Corinna und er sich gut vertragen, hat die Stuttgarter Eisbärin im Frühjahr und Sommer nun wieder die Gesellschaft eines Eisbär-Mannes – gemeinsamer Nachwuchs nicht ausgeschlossen.

Er gilt als besonders freundlich und umgänglich, der 14-jährige Eisbärmann Yoghi aus dem Tierpark Hellabrunn. „In letzter Zeit war Yoghi allerdings sichtlich unglücklich darüber, von Eisbärin Giovanna getrennt zu sein und ein Gehege allein zu bewohnen“, so Hellabrunns Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. Was sich leider nicht vermeiden lasse, denn bei aller Friedfertigkeit wisse man auch bei Yoghi nicht, wie er mit dem Nachwuchs umgehen würde. Der Versuch einer Familienzusammenführung ist daher meist zu riskant. Dafür hat es einen weiteren Vorteil, dass Yoghi nun für eine Weile aus- und in die Wilhelma umgezogen ist: Giovanna und ihr Nachwuchs haben, sobald die Kleinen ins Freie dürfen, in Hellabrunn eine Zeitlang die gesamte Eisbärenanlage für sich.

Und in Stuttgart hoffen nun alle, dass sich Corinna mit ihrem neuen Eisbärpartner auf Zeit anfreunden wird. Yoghi ist bereits zeitweise in der kleineren der Außenanlagen zu sehen, hat aber die Möglichkeit rein und raus zu gehen. Draußen können er und Corinna sich zunächst durch das so genannte „Schmusegitter“ zwischen den Anlagen beschnuppern und kennen lernen. Erst, wenn alle Anzeichen dafür sprechen, dass sich die beiden Bären gut vertragen, öffnen die Tierpfleger die Verbindungsschieber und lassen die Tiere zueinander. Je nachdem, wie gut Yoghi und Corinna sich letztlich verstehen, ist selbst gemeinsamer Nachwuchs nicht ausgeschlossen, auch wenn Corinna keine ganz junge Eisbärin mehr ist. Im Sinne eines gesunden Zoobestands und des Arterhalts wäre dieser sogar erwünscht, da es sich bei den beiden Eisbären um zwei genetisch wertvolle Tiere handelt, deren Gene bislang in der Population noch selten vertreten sind.

Im Herbst, wenn Eisbären sich ohnehin stärker voneinander zurückziehen oder Corinna möglicherweise trächtig ist, wird Yoghi wieder die Heimreise antreten. Dann sind in Hellabrunn überdies die Eisbärzwillinge aus dem Gröbsten heraus, größer und selbstbewusster geworden und werden sich auch von einem großen Eisbärmann im Nachbargehege nicht mehr ins Bockshorn jagen lassen.

Pressefotos

Bild 1: Eisbär Yoghi aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn wird vorübergehend Eisbärin Corinna in der Wilhelma Gesellschaft leisten. (Foto: Münchner Tierpark Hellabrunn)

 

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