22.12.14

Weißer Flieder und junge Zwergwarane sind neue Attraktionen im Winter

Auf die Wilhelma-Gärtner ist mehr Verlass als auf Frau Holle: Während weiße Weihnachten in weite Ferne gerückt sind, ist pünktlich zum Fest jetzt die traditionelle schneeweiße Fliederpracht im Wintergarten aufgeblüht.

Die Pflanzenflüsterer des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart haben es wieder einmal geschafft: „Normalerweise blüht der Flieder im Frühjahr, das haben wir vorgezogen“, erklärt der Gärtner Lorenz Ormos. „Erst haben wir den Pflanzen den Winter vorgespielt, indem wir sie im November ins Kühlhaus gestellt haben. Am Nikolaustag haben wir sie in ein Anzuchthaus mit 25 Grad gebracht. So meint der Flieder, es sei Frühling und treibt aus.“ In edlem Weiß ist der feingliedrige Blütenstand ein Blickfang im Wintergarten. Ormos und seine Kollegen haben in dem milden Klima des historischen Gewächshauses zudem mit vielen gelben und roten Weihnachtssternen unter Palmen und Bananenstauden eine ganz besondere Stimmung über die Festtage geschaffen. Wem der süße Fliederduft die Nase umschmeichelt, kann gegenüber zwei weitere Gewächse der Weihnachtszeit entdecken, deren Harze beim Räuchern für Wohlgeruch sorgen: Weihrauch und Myrrhe – die zwei Gaben, die die drei Weisen aus dem Morgenland der christlichen Überlieferung nach neben Gold zur Krippe brachten. Die ausgestellten Bäumchen stammen aus dem vorderen Orient und Nordostafrika.

Bei unsicherer Witterung und kühlen Temperaturen ist auch das Aquarien- und Terrarienhaus ein guter Tipp für den Winterferienausflug. Neben der faszinierenden Vielfalt tropischer Fische sind dort derzeit unter anderem drei Zwergwarane zu beobachten, die erst im Oktober geschlüpft sind. Sie stammen aus Zentralaustralien und lieben es entsprechend warm. In ihrer Heimat leben sie versteckt vor Schlangen, Greifvögeln und anderen Waranen hinter der Rinde von Bäumen und in schmalen Steinritzen. In der Wilhelma droht den Finger langen Winzlingen nur Gefahr von den eigenen Eltern. Die etwa 30 bis 40 Zentimeter großen erwachsenen Zwergwarane kennen keine Familienbande und könnten sich am eigenen Nachwuchs sättigen. Deshalb sind Eltern und Kinder in getrennten Terrarien untergebracht, aber – nur einige Schritte voneinander entfernt – für Besucher gut zu vergleichen.

An den Feiertagen präsentiert die Wilhelma zudem ihre Seelöwen außer der Reihe. Die wöchentliche Beckenreinigung, die normalerweise jeden Donnerstag ansteht, wurde auf Montag, 29. Dezember, verlegt. An dem Montag fallen die kommentierten Fütterungen aus. Dafür können die Besucher auch am ersten Weihnachtstag und an Neujahr, beides Donnerstage, um 11 und 15 Uhr das Spektakel bestaunen, das Seelöwenbulle Unesco, seine fünf Weibchen und der im Mai und Juni geborene Nachwuchs veranstalten, um Heringe und Makrelen zu erhaschen. (kni)

Pressefotos

 

Bild 1: Lorenz Ormos pflegt im Wintergarten Flieder und Weihnachtssterne. Foto: Wilhelma

Bild 2-3: Im Oktober sind im Terrarienhaus drei Zwergwarane geschlüpft. Fotos: Wilhelma

Bild 4: Die Seelöwenfütterung ist an Weihnachten und Neujahr außer der Reihe auch donnerstags zu sehen. Nur am Montag, 29. Dezember, fällt sie aus. Fotos: Wilhelma

 

Bei Verwendung der Pressefotos bitte Copyright und Bildnachweis beachten (s.auch IPTC-Daten)! Die Bilder dürfen zur Veröffentlichung in Zeitungen, Zeitschriften, Reiseprospekten und Online-Portalen verwendet werden - bitte unbedingt dabei auf einen korrekten Bildnachweis achten. In der Regel lautet dieser "Wilhelma Stuttgart", mitunter stellen aber auch andere Fotografen ihre Bilder zur Verfügung (siehe jeweils bei den Bildlegenden). Die Weitergabe der Fotos durch Nachrichtenagenturen ist gestattet. Die kommerzielle und werbliche Nutzung sowie der Weiterverkauf durch andere Dritte, wie z.B. Verlage oder auch Privatpersonen, ist nicht erlaubt. 

Frühere Pressemitteilungen

PDF-Download

Kontakt zur Pressestelle

Share/Bookmark