14.01.2015

Bonobo-Jungtier Alima gestorben

Freud und Leid liegen manchmal nah beieinander – auch im Zoo. Gerade hatte man sich in der Wilhelma darüber gefreut, dass kurz hintereinander im neuen Menschenaffenhaus zwei Gorilla-Babys geboren wurden. Jetzt ist in der Gruppe der benachbarten Bonobos der Verlust eines Jungtiers zu beklagen.

Die anderthalb Jahre alte Alima ist am späten Montagabend, 12. Januar, gestorben. Der Tod des Bonobo-Mädchens kam überraschend. Innerhalb von nur einem Tag, nachdem erste Symptome einer Erkältung zu erkennen waren, verstarb es trotz intensiver tiermedizinischer Versorgung. Es ist bekannt, dass Bonobos für Erkrankungen der Atemwege anfälliger sind als andere Menschenaffen. Der Winter ist für Mensch wie Tier Erkältungszeit, die speziell den Jüngsten zusetzen kann. Das erklärt aber noch nicht den schnellen Krankheitsverlauf. „Wir wollen nicht spekulieren und forschen nach“, sagt der Tierarzt der Wilhelma, Dr. Tobias Knauf-Witzens. „Die Obduktion am Dienstag ergab eine Lungenentzündung. Weiterführende Laboruntersuchungen sollen deren Ursache feststellen.“ Die Ergebnisse werden erst Ende Januar vorliegen.

Alima war der erste Nachwuchs von Mutter Banbo, die aus Twycross in England nach Stuttgart gekommen ist. Der Vater war Kasai, der in der Wilhelma geboren wurde. Den beiden anderen Jungtieren der Bonobos, Lubao und Bobali, die wie Alima 2013 auf die Welt kamen, geht es gut. Sie zeigen keine Krankheitssymptome. (kni)

Pressefotos

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Archivbild 1: Bonobo-Mädchen Alima an der Brust von Mutter Banbo in der Wilhelma in Stuttgart im Sommer 2013. Foto: Kerstin Molthagen

Archivbild 2: Bonobo-Dame Banbo mit ihrem ersten Nachwuchs, dem Mädchen Alima, in der Wilhelma in Stuttgart im Sommer 2013. Foto: Siri Sammler

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