19.08.15

Chilis: Schärfe-Weltrekordler im Wintergarten

Augen, Ohren und Nase bekommen in der Wilhelma immer etwas geboten. Jetzt dürfte manchem Besucher auch das Wasser im Munde zusammenlaufen. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart widmet eine eigene Schau dem „Gemüse des Jahres 2015“: Paprika und Chili. Sie sind im Wintergarten ab sofort bis Mitte Oktober zu sehen. Doch größte Vorsicht ist geboten bei diesen ungleichen Geschwistern aus der Familie der Nachtschattengewächse.

Die Paprika – in den Ampelfarben Grün, Gelb und Rot in aller Munde – ist, was die Schärfe angeht, eine glatte Null. Süß, schmackhaft, aber nicht pikant. Bei den Chilis dagegen findet sich nicht nur eine größere Farbpalette, die zum Beispiel je nach Sorte und Reifegrad auch weiß, schwarz und violett enthält. Viele sind so scharf, dass man sie nicht mehr als Gemüse, sondern nur zum Würzen nehmen kann. Wer sie auf der Zunge zergehen lassen will, wird eher vergehen wegen der Schärfe, die sogar zu Verbrennungen führen kann. „Wir müssen Handschuhe und Schutzbrille tragen, wenn wir die Samen aus den Früchten putzen“, berichtet Wilhelma-Gärtnerin Fenja Krüger. Sie betreut die Chili-Anzucht. 67 neue Sorten sind durch Aussaat gegenüber dem Vorjahr hinzugekommen. Von den insgesamt zwölf Arten sowie 166 Sorten sind an den zehn Standorten im Wintergarten im Wechsel rund 80 zu sehen.

Neben dem Koi-Teich sind die Wildformen versammelt. Typisch für sie sind kleine Früchte, die nicht hängen, sondern nach oben wachsen. „So locken sie Vögel an“, erläutert Krüger. Anders als Säugetiere spüren nämlich Vögel die Schärfe nicht. Sie können die Früchte ohne Probleme fressen. Wenn sie später die Samenkörner andernorts ausscheiden, sorgen sie für die Verbreitung der Chilis. Für die Schau hat Krüger die gesamte Weltelite der feurigen Pflanzen vereint. Der amtierende Rekordhalter als schärfste Chili auf Erden ist der „Carolina Reaper“. Mit der Züchtung zog der US-Amerikaner Ed Currie von der Pucker-Butt Pepper Company in Fort Mill (South Carolina), 2013 ins Guinness-Buch der Rekorde ein. Er stieß die Sorte „Trinidad Scorpion Moruga Red“ vom Thron, die ihrerseits 2012 „Bhut Jolokia“ abgelöst hatte. Auch diese drei Sorten der Paprika-Art Capsicum chinense sind in der Wilhelma ausgestellt.

Führungen durch die Chili-Schau bietet Fenja Krüger am Samstag, 5. September, ab 9.30 Uhr und am Donnerstag, 10. September, ab 11.00 Uhr an. Treffpunkt ist für die 90-minütigen Rundgänge unter den Gingko-Bäumen vor dem Wintergarten. Eine Anmeldung ist notwendig bis zum Vortag jeweils um 12 Uhr in der Wilhelma-Zentrale unter Tel. (0711) 54 02-0. (kni)

Pressefotos

Bilder: Wilhelma-Gärtnerin Fenja Krüger betreut die Chili-Anzucht. Hier begutachtet sie im Wintergarten die Sorte „Bolivian Rainbow“, deren Früchte viele Farben des Regenbogens durchlaufen. Foto: Wilhelma

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