18.12.18

Preiserhöhung 2019: Tarife für Familien-Tageskarten bleiben unverändert

Verfrühte Bescherung in der Wilhelma: Das unerwartet besucherstarke Jahresende eröffnet dem Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart den Spielraum, die Tageskarten für Familien von der für 2019 vorgesehenen Preiserhöhung auszunehmen.

„Ein großartiger November und das Zusatzgeschäft durch Christmas Garden verschaffen uns eine günstigere Berechnungsgrundlage“, erklärt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Vor der Premiere hatten wir nicht darauf bauen dürfen, dass die weihnachtliche Illumination des Parks gleich so gut angenommen wird.“ Seit Ende Oktober haben sich die Besucherzahlen sehr gut entwickelt. Im November kamen mit 99.000 Gästen fast 40.000 mehr als im Vorjahr. Und hatten 2017 in der ersten Hälfte des Dezembers 13.000 Menschen die Wilhelma besucht, waren es dieses Jahr bereits 40.000.

Sonderveranstaltungen, die den Zoologisch-Botanischen Garten einmal anders erleben lassen, erweisen sich als publikumsträchtig. So war Halloween seit seiner Einführung in der Wilhelma 2016 immer einer der erfolgreichsten Tage im Jahr. „Der Event-Ansatz ist interessant, lässt sich aber nicht beliebig erweitern. Solche Steigerungen sind natürlich nicht auf das ganze Jahr zu übertragen“, sagt Kölpin. „Daher können wir auf die anstehende Preiserhöhung angesichts des Kostenanstiegs der vergangenen Jahre nicht ganz verzichten. Wir möchten ihr aber ein wenig die Spitze nehmen. Wir sind besonders den Familien verpflichtet; bei ihnen summieren sich die Ausgaben am stärksten. Deshalb werden wir die Tageskarten für Kinder und Familien auch 2019 unverändert auf dem Niveau von 2015 belassen.“

Zweitgrößter Zoo im Preisranking auf Platz neun

Der Preis der Tageskarten für Erwachsene steigt in der Hauptsaison ab März von 16 auf 19 Euro an. Damit liegt die Wilhelma als zweitgrößter Zoo preislich auf Platz neun der Tierparks in Deutschland. Das Zusatzangebot als Botanischer Garten, das kein anderer Zoo zu bieten hat, ist dabei bereits trotz der damit verbundenen Betriebs- und Personalkosten mit abgedeckt. Die Tageskarten für Kinder von 6 bis 17 Jahren kosten wie bisher 8 Euro (statt der geplanten 10 Euro). Kinder unter sechs Jahren haben weiter freien Eintritt. Die Familienkarten kosten – je nachdem, ob ein Elternteil oder beide Eltern dabei sind – unverändert 24 beziehungsweise 40 Euro (statt der vorgesehenen 29 und 48 Euro).

„Da die Familien eine besonders große Gruppe unserer Besucher sind, gehen wir damit ins Risiko und hoffen, dass sie dies honorieren, indem sie eifrig in die Wilhelma kommen. Nur dann geht dieses Entgegenkommen auf“, betont der Direktor. „Wir müssen weiterhin sorgsam kalkulieren, da wir den vom Land vorgegebenen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent im Blick behalten müssen.“ Die Wilhelma könne die Jahreskarten, deren Preise sogar bereits seit 2013 stabil waren, nicht ebenfalls unverändert lassen. Der Tarif der Dauerkarte erhöht sich für Einzelpersonen von 55 auf 65 Euro. Bei Familien beläuft er sich künftig auf 90 Euro (mit einem Elternteil) und 140 Euro (mit beiden Eltern). Damit rechnet sich die Dauerkarte für jedermann ab dem vierten Besuch. „Bei dem Freizeitwert über zwölf Monate ist das Jahresticket sicher die Trumpfkarte“, so Kölpin.

Hoher Anteil an Personalkosten

Die Kosten der Wilhelma sind deutlich schneller gestiegen als der allgemeine Verbraucherpreisindex. Zu Buche schlägt, dass der Zoologisch-Botanische Garten kein reiner Freizeitpark ist, sondern eine Institution des Artenschutzes. Mit fast 1200 Tierarten, 8500 Pflanzenarten und -sorten sowie 160 Baumarten in der Parkanlage ist er einer der artenreichsten Orte der Welt. Die optimale Versorgung der oft extrem seltenen Tiere und Pflanzen braucht viele fleißige und kundige Hände. Personalkosten machen deswegen den überwiegenden Teil der Ausgaben aus. Allein die Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst von 2013, als der Tarif der Jahreskarten das letzte Mal angehoben wurde, bis 2018 belaufen sich bereits auf 15 Prozent. Da die Wilhelma ihre Preise frühestens alle zwei Jahre anpasst, muss sie auch Vorsorge für die weitere Teuerung in den Jahren 2019 und 2020 betreiben.

Zu den außerordentlichen Aufwendungen der Wilhelma gehört zudem die Instandhaltung der alten Bausubstanz der historischen Gebäude und Anlagen aus den Zeiten von König Wilhelm I. von Württemberg, der die Wilhelma im 19. Jahrhundert errichten ließ. „Dieses einmalige Kulturerbe aufrechtzuerhalten, ist uns Ehre und Bürde zugleich“, sagt Kölpin. „Permanent muss an irgendeiner Stelle repariert, saniert oder im Sinne des Denkmalschutzes ersetzt werden. Nur um den Betrieb aufrechtzuerhalten und den Verfall zu stoppen, benötigen wir Jahr für Jahr mehrere Millionen Euro.“ (kni)

Pressefotos

Bild 1: In diesem Herbst strömen deutlich mehr Besucher in die Wilhelma als im Vorjahr. Die Pinguine sind auch im Winter draußen anzutreffen. Foto: Marco Cini

Bild 2: Die Premiere der weihnachtlichen Illumination „Christmas Garten“ bringt ein abendliches Zusatzgeschäft. Der historische Kassenpavillon im Lichterglanz lädt zum Besuch ein. Foto: Gajane Weigelt

Bild 3: In der kalten Jahreszeit sind die Besucher gerne in den Gewächshäusern und den Warmhäusern der Tiere unterwegs, wie bei den Brüllaffen im Amazonienhaus. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Urlaubsklima: Das Amazonienhaus entführt die Wilhelma-Gäste bei 27 Grad und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit in einen tropischen Regenwald mit Wasserfall. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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