01.04.19

300 zusätzliche Schmetterlinge in der Wilhelma ausgeschwärmt

Zwölf Monate im Jahr kann man in der Wilhelma Schmetterlinge antreffen, doch nie so viele wie Anfang April. An die 300 zusätzliche Falter flattern jetzt für einige Wochen durch die Glashalle des Insektariums. Am Montag, 1. April, hat der Botanische Garten in Augsburg die schillernden Stars seiner mit dem März zu Ende gegangenen Schmetterlingsschau nach Stuttgart gebracht.

„Rund zwei Dutzend verschiedene Arten haben wir in einer zweistündigen Fangaktion in unserer Tropenhalle am frühen Morgen eingesammelt“, berichtet Bernhard Winzenhörlein, Leiter des Botanischen Gartens in Augsburg. Behutsam in Briefumschläge gesteckt, in denen die Tiere nicht zappeln, sondern beim verletzungsfreien Transport stillhalten, hat er sie mit der Gärtnerin Cordula Schwarze in die Wilhelma gefahren. Das Freilassen ging dann in wenigen Minuten. „Wir nennen das die ,Aktion Frau Holle‘ – mit einem leichten Schütteln der geöffneten Umschläge steigen die Schmetterlinge reihenweise auf“, erklärt Winzenhörlein.

Ein Wölkchen von Faltern umschwirrte sofort die überraschten Besucherinnen und Besucher, die zufällig zugegen waren. Bunteste Farben und extravaganteste Formen zeigen die Neuankömmlinge: vom Blauen Morphofalter über den Scharlachroten Schwalbenschwanz bis zum großen Bananenfalter. Die Augsburger hatten sogar ein besonderes Präsent dabei: „Dieser Altasspinner ist erst heute früh geschlüpft“, erläutert Schwarze mit Blick auf ein riesiges Prachtexemplar in ihrer Hand. Mit einer Spannweite der Flügel, die auf 30 Zentimeter anwachsen kann, gehört er zu den größten Schmetterlingen der Welt.

Volker Harport, Revierleiter im Insektarium der Wilhelma, freut sich sehr über das heitere Gewimmel: „Unser Bestand hat sich mit einem Schlag mehr als verdoppelt“, sagt er. „Die Menge an Schmetterlingen ist toll für die Gäste. Und wir Tierpfleger haben die Hoffnung, dass sich bei der neuen Größe der Population auch mal ein Pärchen unter den Faltern findet, so dass sie bei uns Nachwuchs bekommen.“ Der normale Gang der Dinge ist, dass die Wilhelma von Züchtern pro Woche etwa 100 verpuppte Raupen bezieht. „Im Puppenhaus können die Besucherinnen und Besucher beobachten, wie die Schmetterlinge schlüpfen“, sagt Harport. Ihre natürliche Lebensspanne reicht je nach Art von einigen Tagen und Wochen bis zu einem halben Jahr. Deshalb lohnt sich der Besuch in der Schmetterlingshalle durch den Zuwachs aus Augsburg im April besonders.

Damit sich die schön anzusehenden Schmetterlinge nicht in die Tiefen der üppigen Vegetation im der Schmetterlingshalle zurückziehen, haben die Wilhelma-Gärtner um Thomas Gengenbacher für die Falter attraktive Pflanzen in die Nähe des Besucherwegs gepflanzt. Außerdem halten die Botanikexperten Futterpflanzen, wie Asclepias, Cestrum und Pentas, bereit, damit die Raupen der Falter sich ernähren können. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Für viele der Falter war die Überbringerin, die Gärtnerin Cordula Schwarze aus dem Botanischen Garten Augsburg, der erste Landplatz. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2: Der Atlasspinner, einer der größten Schmetterlinge der Welt, sitzt an einer Frucht- und Gemüse-Ampel. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Blaue Segler gehören zu den rund 300 Neuankömmlingen in gut zwei Dutzend Arten. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Für Falter attraktive Pflanzen sorgen dafür, dass sich die Schmetterlinge gut beobachten lassen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Ein Scharlachroter Schwalbenschwanz hat sich im Schmetterlingshaus niedergelassen. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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