04.09.20

Welt-Geier-Tag: Die „Gesundheitspolizei“ der Tiere braucht Freunde

Sie leben auf Feuerland und im Grand Canyon, im Himalaya und in den Alpen: Weltweit gibt es 23 Geierarten auf vier Kontinenten. Doch das Überleben wurde den Greifvögeln in den vergangenen Jahrzehnten schwer gemacht: 16 Arten sind inzwischen stark gefährdet. Zum Welt-Geier-Tag am Samstag, 5. September, stehen die faszinierenden Tiere daher in der Wilhelma in Stuttgart im Mittelpunkt eines Aktionstages.

Von 11 bis 16 Uhr wird an Info-Ständen vor der Geiervoliere erklärt, warum diese Vögel häufig kahle Köpfe haben und welche wichtige Rolle sie im Ökosystem spielen. Denn indem die Aasfresser Tierkadaver beseitigen, sorgen sie für Infektionsschutz und damit eine bessere Gesundheit aller Bewohner in ihren Lebensräumen. Was die Gänsegeier im Zoologisch-Botanischen Garten fressen, können die Wilhelma-Gäste am Samstag eindrucksvoll in der Voliere beobachten. Dort servieren die Pflegerinnen und Pfleger zum Welt-Geier-Tag eine extra große Portion. Wie lange die Geier benötigen, um die 20 Kilo Fleisch inklusive Knochen zu verputzen, hängt von deren tagesaktuellem Appetit ab. Bei großem Hunger ist nach einer halben Stunde nichts mehr von dem meterhohen Futterhaufen zu sehen.

Bei einem Quiz können Eltern wie Kinder unter der Anleitung von Pädagoginnen und Pädagogen der Wilhelmaschule an den beiden Infotischen ihr Wissen über die Aasfresser testen oder sich im Geier-Memory-Spiel messen. Sie stellen außerdem das Schutzprojekt „VulPro“ (Vulture Conservation Programme) in Südafrika vor, das unter anderem die dort beheimateten Geierkolonien überwacht und verletzte Tiere aufnimmt, um sie wieder auszuwildern. Dabei ist auch die Aufklärung der Bevölkerung vor Ort wichtig. Denn Geier werden nicht nur Opfer von Wilderei, sondern sterben auch an ausgelegten Giftködern oder verfangen sich in Stromleitungen. Die Arbeit von „VulPro“ kann die Wilhelma dank ihrer Besucherinnen und Besuchern fördern, die beim Kauf der Eintrittskarte einen Artenschutz-Euro spenden. Und die können auch mithelfen, in ihrem Bekanntenkreis das Bewusstsein für die ganz eigene Schönheit der Geier zu schärfen: indem sie sich an einer Fotowand mit der beeindruckenden Flügelspannweite des Kapgeiers in Lebensgröße messen und das Foto ihren Freunden schicken.

Die Teilnahme an den Thementagen ist wie immer bereits im Eintrittspreis für die Wilhelma enthalten. Eine Anmeldung ist nicht nötig. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Am Welt-Geier-Tag können die Wilhelma-Gäste bei der Fütterung der Gänsegeier zuschauen. Foto: Wilhelma

Bild 2: Je nach Hunger streiten sich die Gänsegeier bei der Fütterung um die besten Brocken. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bilder 3-4: Geier sind Charakterköpfe mit einer ganz eigenen Schönheit. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Bei den Gänsegeier in der Wilhelma ist dieses Jahr Jungspund „Pirin“ geschlüpft. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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