10.08.20

Exotische Seerosenblüte: Tropische Diven lieben das Licht und die Wärme

Sommer, Sonne, Seerosen: Wenn der Urlaub in Corona-Zeiten nicht zum Reisen taugt, stillt die Wilhelma das Fernweh mit exotischem Flair. Die aktuelle Blüte der tropischen Seerosen im Maurischen Garten entfaltet fernöstliche Blumenpracht im Ambiente opulenter Baukunst aus Nahost. Bei 28 Grad Wassertemperatur und blauem Himmel bis zum Horizont steht das Idyll im Herzen des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart sommerlichen Reisezielen in nichts nach. Im August erreicht das Ensemble aus Botanik und Architektur seinen Höhepunkt. Steht die Sonne im Jahreslauf am höchsten und gibt es viel Licht, entwickeln sich die Pflanzen am besten.

„Baden“ dürfen in dem 650 Quadratmeter großen Kreisbecken jedoch nur die Seerosen sowie zwangsläufig die Gärtnerinnen und Gärtner der Wilhelma. Gespeist von der eigenen Mineralwasserquelle, die einst König Wilhelm I. von Württemberg veranlasste, die Wilhelma zu bauen, werden die rund 800.000 Liter auf 28 Grad aufgeheizt. Für die illustren, aber empfindlichen Diven unter den Pflanzen ist das die Wohlfühltemperatur. Ihren menschlichen Betreuerinnen und Betreuern treibt das dagegen bei ihrer Arbeit Schweißperlen auf die Stirn. Zumal sie Neopren-Anzüge tragen müssen, wenn sie zur Reinigung und Pflege regelmäßig in die Fluten steigen, um sich vor den Stacheln der Victorien zu schützen. Ein bis zwei Mal pro Woche steht dieses Ausputzen an. Zwei Personen brauchen dafür jeweils zwei bis drei Stunden. „Wir ziehen Algen heraus; und alte Blätter und verwelkte Blüten entfernen wir, damit neue nachkommen“, sagt der Zierpflanzengärtner Marcus Hoffmann. „Zu üppige Seerosen schneiden wir zurück, sonst überwuchern sie die langsamer wachsenden Sorten.“ So sorgen Hoffmann und Co. dafür, dass jede Pflanze genügend Platz hat, um zu gedeihen. Denn das Gesamtbild ist sorgsam komponiert. Auf die 72 Pflanzkübel unter der Wasseroberfläche sind rund 35 Sorten verteilt. Zwölf davon gehören zu den Victorien mit ihren wagenradgroßen Blättern.

„Die weiteren Sorten wählen wir extra so vielfältig aus, dass den ganzen Tag über etwas blüht“, so Hoffmann. „Die meist weißen oder rötlichen Nachtblüher sind bis in den Vormittag geöffnet, die Tagblüher von mittags bis in den späteren Nachmittag. Dann kommen auch gelbe und blaue Farbtöne dazu.“ Der Experte freut sich aber nicht nur an den farbenfrohen Blüten. „Auch die Blätter sind durch ihre unterschiedlichen Formen und Farben interessant: Neben den bekannten grünen Blättern gibt es auch rötliche, braunrote und grün-rot getigerte.“ (kni)

Pressefotos

Bild 1: Gärtner Marcus Hoffmann inspiziert das riesige Blatt einer Victoria. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2: Das Mineralwasser aus eigener Quelle wird für die tropischen Seerosen auf 28 Grad erwärmt. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Im Seerosenbecken des Maurischen Gartens ergeben Blütenpracht aus dem Fernen Osten und Baukunst aus dem Nahen Osten zusammen ein exotisches Bild. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Die Blüten der rund 35 Seerosen-Sorten ziehen auch viele Insekten an. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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