29.07.2020

Filigrane Fuchsien: Sommerliche Farbenpracht vor historischer Kulisse

Erst seit wenigen Wochen sind die Gewächshäuser der Wilhelma in Stuttgart wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Da ist es ein Glück, dass die traditionelle Schau der Fuchsien gerade ihre volle Pracht entfaltet. Von Cremeweiß über Zartrosa bis Korallenrot reicht die filigrane Blütenpracht, die sich derzeit wie ein Farbenrausch durch das historische Glashaus zieht.

Fuchsien sind landauf, landab wegen ihrer Erscheinung sehr beliebt. Als Ampel, Büschchen oder Hochstamm zieren sie mit ihrem Formen- und Farbenreichtum bereits seit dem 18. Jahrhundert zahlreiche Gärten, Terrassen und Balkone. Weil sich diese Nachtkerzengewächse leicht kreuzen lassen, kann man sich heute an einer enormen Vielfalt von über 12.000 Züchtungen erfreuen. Sie gehen auf etwa 120 bekannte Wildformen zurück, die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammen. 35 dieser Urahninnen werden in der Wilhelma gemeinsam mit über 230 daraus gezüchteten Sorten gezeigt. „Unsere Wildformen präsentieren wir zwischen Lindenlaub, Holz und Wurzeln etwas natürlicher als die modernen Züchtungen“, erklärt Wilhelma-Gärtner Tobias Egner. „Damit empfinden wir das Herkunftsgebiet der Fuchsien nach, die zum Beispiel in den Andenwäldern verbreitet sind.“ In ihrer Heimat wachsen die Fuchsien auf Berghängen in bis zu 3000 Metern Höhe und in den Randgebieten tropischer Regenwälder. Daher erwarten die anspruchsvollen Pfleglinge luftige, schattige Standorte und eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung sowie ein kühles, aber frostfreies Winterquartier. Optimale Bedingungen belohnen die vielfarbigen Fuchsien den ganzen Sommer über mit einem üppigen Blütenflor. Dann entfalten sich die Knospen sogar bis Anfang Oktober zu feingliedrigen Blütenkelchen, deren Aussehen an herabhängende Glöckchen erinnert.

Im Vergleich zu manch ausladenden Zuchtformen wirkt die Sorte „Bornemanns Beste“ fast schon schlicht. Sie gehört zu den Neuheiten der Schau und ist sogar eine kleine Besonderheit. „Die ‚Bornemanns Beste‘ ist mit ihren langen, schmalen Blüten und ihrer Blattstruktur sehr nah an einer Wildform“, erklärt Tobias Egner „Damit ist sie schon etwas anderes als die typischen Gartenfuchsien, die man einfach so im Baumarkt bekommt.“ Auch die „Walz Jubelteen“ ist in diesem Jahr erstmalig in der Schau zu sehen. Sie überzeugt mit besonders fleißigem Wuchs und zahlreichen Blüten, die von Weiß ins Rosafarbene changieren und nicht herabhängen, sondern waagerecht an den Trieben sitzen. Auch einige der angestammten Sorten sind in der aktuellen Schau besonders gut gelungen. „Das ‚Stuttgarter Rössle‘ ist eigentlich ziemlich anspruchsvoll in der Haltung und zeigt schnell, wenn es sich nicht wohlfühlt“, berichtet Egner. „Im Moment sieht diese Fuchsie aber unglaublich prächtig aus und bildet zum Abschluss unserer Schau noch einmal einen richtigen Blickfang.“ Die sensiblen Schützlinge sind in der Wilhelma-Gärtnerei somit in guten Händen und laden noch bis in den Herbst zu einem Rundgang durch den Blütenwald ein. (dt)

Pressefotos

Bild 1-2: Die wandelbaren Fuchsien glänzen mit Farbenreichtum und Blütenvielfalt. Fotos: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Bei der Sorte „Walz Jubelteen“ sitzen die Blüten waagerecht an den Trieben. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Neu in der Schau ist die „Bornemanns Beste“ mit ihren eher langen, schmalen Blüten. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Die Sorte „Stuttgarter Rössle“ ist in diesem Jahr besonders gut gelungen. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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