15.12.21

Neuzugang aus Salzburg: Kater Milagro komplettiert das neue Jaguar-Paar

Gespannter Augenblick: Erstmals seit 23 Jahren standen sich in der Wilhelma wieder zwei Jaguare gegenüber. Mit Milagro ist jetzt der künftige Partner von Taima in das Nachbargehege eingezogen. Das Paar soll für Nachwuchs sorgen, um den Bestand der Reservepopulation der bedrohten Großkatzen in den Zoos zu stabilisieren. Die Wilhelma unterstützt parallel ein Artenschutzprogramm für deren Lebensräume in Mittel- und Südamerika.

Es knisterte vom ersten Moment an sichtbar. Die vierjährige Katze kam sofort ans Gitter gesprungen und hüpfte erwartungsvoll hin und her. Obwohl schon groß und kräftig, erstarrte der noch keine anderthalb Jahre alte Kater dagegen zunächst, als er die Artgenossin von einer Aussichtsplattform aus entdeckte. Jeden Muskel angespannt, fixierte er sie gebannt, bevor er von seinem Ausguck heruntersprang und sich ihr langsam näherte, um Kontakt aufzunehmen. Von Gehege zu Gehege trennten sie dann nur noch wenige Meter.

Milagro ist auf Empfehlung der Zuchtkoordinatoren der europäischen Zoovereinigung EAZA aus dem Zoo Salzburg nach Stuttgart gekommen. Bis die beiden Jaguare zusammengelassen werden, muss Milagro noch etwas älter werden. So nahm auch nach dem anfänglichen Interesse an Taima seine Neugier überhand, sein neues Domizil eingehend zu erkunden, jede Ecke zu beschnuppern und jeden Stamm hinaufzuklettern. Auch die mächtigen Löwen nebenan und die Okapis in Sichtweite zogen seine Aufmerksamkeit auf sich.

Als Milagro am 30. Juni 2020 geboren wurde, kam das für den Zoo in Salzburg einem kleinen Wunder gleich. Denn sein Vater „Sir William“ hatte da bereits ein für Raubkatzen vornehmes Alter von 17 Jahren erreicht und seit elf Jahren keinen Jaguar-Nachwuchs gehabt. So war der kleine Kater ein spätes Wunschkind. Dem betagten Vater kam anfangs eine besondere Rolle in der Aufzucht zu. Denn während die mit vier Jahren junge Mutter „Lucky Limari“ mit ihrem Erstling teilweise ungeduldig und ruppig umsprang, ging der erfahrene Vater behutsamer und gelassener mit dem Kleinen um. Statt der Mutter durfte er daher Milagro bei dessen ersten Ausflügen ins Außengehege begleiten. Dass das Jungtier Milagro (spanisch für „Wunder“) und nicht Primo („der Erste“) heißt, durfte es sogar mitentscheiden. Von zwei entsprechend beschrifteten Schachteln strebte der Kater in seinem Gehege direkt auf die „Milagro“-Box zu, öffnete sie und kroch hinein.

Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Tierart als „potenziell gefährdet“ ein. Um den Erhalt des Jaguars in der Natur zu fördern, unterstützt die Wilhelma mit den Spenden ihrer Gäste durch den Artenschutz-Euro die Rettung seines Lebensraums im Regenwald. Durch Investitionen in dem mittelamerikanischen Belize konnten bislang bereits 400 Quadratkilometern vor der Rodung gerettet werden. So wurde ein Korridor zwischen zwei Schutzgebieten erhalten, damit die Tiere hin und her wechseln und sich begegnen können. Fotos von Wildkameras haben inzwischen belegt, dass dort mindestens 20 Jaguare leben. (kni)

Pressefotos

Bilder 1-4: Milagro erkundet beim ersten Ausgang sein Gehege in der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Milagro vor einem Jahr im Zoo Salzburg mit seiner Mutter „Lucky Limari“ (links) und seinem Vater „Sir William“. Foto: Zoo Salzburg / Kerstin Joensson

Bild 6: Vater „Sir William“ zeigte im Zoo Salzburg große Geduld mit seinem Sohn Milagro, der ihn hier übermütig ins Ohr beißt. Foto: Zoo Salzburg / Kerstin Joensson

 

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